Zeit ist Geld

Fertigungsautomation

Be-/Entladen - Wer effektiv produzieren und seinen Kunden kurzfristige Lieferzeiten garantieren will, muss seine Fertigung automatisieren – so wie die 1zu1 Prototypen GmbH & Co KG im österreichischen Dornbirn.

13. November 2014

Stereolithographie und Lasersintern sind nur zwei von vielen Verfahren, die heute unter dem Begriff 3D-Drucken zusammengefasst werden. Beiden Technologien sowie dem Rapid Tooling widmet sich die 1zu1 Prototypen äußerst erfolgreich.

Bei der Stereolithographie entsteht das Bauteil in einem Harzbad, wo ein Laser Schicht für Schicht den kaltflüssigen Kunststoff aushärtet, bis das Teil fertig ist.

Beim Lasersintern wird ein mehlförmiges, auf 180 Grad erhitztes Pulver selektiv bei 190 Grad geschmolzen. Die Werkstoffe sind Polyamid, Polyamid mit Glasverstärkung, Metalle und sogar Gummi. Die nach diesem Verfahren hergestellten funktionellen Prototypen entstehen im Auftrag von Entwicklungsabteilungen und Designbüros in unterschiedlichen Branchen. Selbst komplizierteste und sogar bewegliche Teile sind formbar, etwa der funktionsfähige Nachbau des Skeletts einer menschlichen Hand aus einem Stück für einen humanoiden Roboter.

Beim Rapid Tooling entstehen Spritzgiesswerkzeuge in Aluminium und zwar vollkommen papierlos; auch kommen weder Schleif- noch Erosionstechniken zur Anwendung. Bei all diesen Prozessen sind Geschwindigkeit und rigorose Termintreue die ganz großen Stärken von 1zu1 Prototypen, wie Wolfgang Humml, neben Hannes Hämmerle einer der beiden Geschäftsgründer, bestätigt: »In unserem Markt sind Liefertermine von einem bis zu drei Tagen üblich; und zwar ab Datensatz mit beispielsweise bis zu 100 Lasersinterteilen. Versandfertig inklusive Verzollung!«

Natürlich ist auch die mechanische Bearbeitung ein wichtiger Unternehmensbereich. Und hier setzt man seit langem auf Erowa. »Ich kannte die Qualität der Werkstück-Spann- und -Palettiersysteme von Erowa bereits von einem früheren Arbeitgeber«, sagt Humml, »und deshalb war für mich klar, dass wir für das Palettieren und das automatisierte Werkstückhandling mit Erowa zusammenarbeiten würden. Die vielseitige Einsatzmöglichkeit der Produkte begeistert mich nun seit 30 Jahren.«

Als erstes kauften die Verantwortlichen bei 1zu1 Protoypen von Erowa eine PreSet 3D CNC-Messmaschine. Sie wird für die Ermittlung der Versatzdaten oder die Nullpunktbestimmung verwendet. Seit einiger Zeit ist auch ein Robot Dynamic im Einsatz. Er be- und entläd ein Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum DMG HSC55. Zuverlässig gesteuert wird die Fertigungszelle mit der Manufacturing Control-Prozessleitsystem-Software von Erowa.

»Die Nutzung der Automation und somit der Nacht- und Wochenendzeiten ist für uns absolut notwendig, um unsere Effizienz weiter zu steigern«, erklärt Humml. »Automation erlaubt uns, Kleinserien effizient und kostengünstig zu bearbeiten und die Maschinenauslastung stark zu steigern. Die Automation wird aber auch zur Fertigung von Einzelteilen beim Rapid Tooling und für Prototypen in Kunststoff und Metall eingesetzt. Flexibilität ist für uns ein entscheidender Faktor.«

Natürlich gibt es noch offene Wünsche. »Wir sind als Kunde mit unseren Verbesserungsideen ziemlich fordernd«, bekennt Humml, »aber unsere Inputs und Wünsche werden kompetent geklärt und wir bekommen immer eine sachlich fundierte Antwort. Die Beratungsleistungen sind wirklich gut, die Produkte von hoher Fertigungsqualität, die Artikelverfügbarkeit ist ebenfalls gut und wir haben jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner.«

Erschienen in Ausgabe: 08/2014