Wissen, was durchfließt

Der neue Glas-Rotameter RAGN zeigt sich langlebig, wartungsarm und SIL-konform

02. Dezember 2011

Überall dort, wo Durchflüsse von Flüssigkeiten oder Gasen kontinuierlich gemessen werden, wo Zuverlässigkeit entscheidet, ist der neue Glas-Rotameter RAGN von Yokogawa die richtige Wahl. Als erstes Glas-System seiner Art kann er für SIL-Anwendungen eingesetzt werden. Er wurde entwickelt, um maximale Lebensdauer mit hoch zuverlässigem und dabei praktisch wartungsfreiem Betrieb in Einklang zu bringen.

„Yokogawa setzt im Rahmen seines Vigilant-Plant-Konzepts ausdrücklich auf Kontinuität und Verlässlichkeit. Dazu gehören bewährte Messprinzipien und langlebige Technologie, die den Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit bieten”, betont Walter Staudt, Business Development Manager Flow bei der Yokogawa Deutschland GmbH. RAGN (R=Rota; A=variable Area, Schwebekörper; G = Glas) kennzeichnet die neue Baureihe von Rotametern, das N steht dabei nicht einfach für „Neu“, sondern für ein übersichtliches, auf Kundenbedürfnisse abgestimmtes Typensortiment, für modularen Aufbau und modernes Design. Dank des jetzt vorliegenden FMEDA (Failure Modes Effects and Diagnostic Analysis)-Bericht für SIL-klassifizierte Regelkreise verfügt Yokogawa als erster Lieferant über ein umfassendes Sortiment von Rotametern für SIL-Anwendungen – nicht nur aus Metall, sondern auch aus Glas. “So stärken wir die Qualität unserer Automatisierungslösungen speziell im Hinblick auf Safety Excellence, einen wichtigen Eckpfeiler der Operational Excellence”, erklärt Staudt.

Mit Reed-Schaltern ausgestattet, wurden diese Rotameter als SIL-1-konform eingestuft, und zwar entsprechend dem überarbeiteten Standard IEC/DIN EN 61508:2010. Sie entsprechen ebenso den Anforderungen der Maschinenrichtlinie ISO 13849-1. Dabei setzt Yokogawa auch künftig auf ein seit über 100 Jahren bewährtes und erfolgreiches Messprinzip. Schon kurz nachdem Karl Küppers im Jahre 1909 den ersten Rotameter entwickelte, wurden Bedeutung und Nutzen des Schwebekörper-Messprinzips allgemein anerkannt. Erstmals konnte rein mechanisch und kontinuierlich der Durchfluss gemessen werden. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Ein Schwebekörper wird in einem konisch geformten Glasrohr angehoben und seine Position an einer Skalierung auf dem Glas als Durchflusswert abgelesen. Daran hat sich in mehr als einem Jahrhundert nichts geändert. Dennoch wurden Rotameter kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert, sodass sie auch aktuellen Anforderungen der Prozessindustrie entsprechen. Dazu gehört es zum Beispiel, neben der Möglichkeit einer visuellen Ablesung auch analoge und digitale Ausgangssignale bereitzustellen, wie sie in Leitsystemen verarbeitet werden können. Rotameter sind einfache und damit sehr zuverlässige Instrumente, die kaum Wartung erfordern. Diese Eigenschaften haben dafür gesorgt, dass sie von Kunden in unterschiedlichsten Branchen geschätzt werden.