»Wir erwarten ein Umsatzplus von 18 Prozent!«

Meinung

Die Fabrik der Zukunft wird darauf ausgerichtet sein, mit einem möglichst geringen Material- und Energieverbrauch einen maximalen Nutzen zu erzielen.

13. Oktober 2010

Strengste Qualitätsvorgaben sind Selbstverständlichkeit. Die Anforderungen an die Flexibilität der Produktion werden weiter steigen, denn Produkte werden zunehmend individualisiert und Modellwechsel häufiger. Zudem wird sich der globale Wettbewerb verschärfen: Nur Standorte, die in Sachen Produktivität und Kosten vorne liegen, bleiben überlebensfähig. Diese Transformation benötigt ein höheres Innovationstempo als jemals zuvor, und der industriellen Bildverarbeitung kommt in diesem Szenario eine Schlüsselrolle zu, denn sie bietet Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft.

Schon immer hat sich die Bildverarbeitung als Multitalent bewiesen und sich so viele weitere Anwendungen auch außerhalb der Fabriken erobert: Verbesserte Qualität, höhere Zuverlässigkeit, mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sind Eigenschaften, die in den nichtindustriellen Einsatzfeldern ebenso gefragt sind wie in der industriellen Fertigung. Auf der Autobahn, im Einzelhandel, in der Arztpraxis, auf dem Acker oder dem Sportplatz: Die Vielseitigkeit der Bildverarbeitungstechnologie kennt keine Grenzen. Kreative Entwickler haben dieses Potenzial längst erkannt und nutzen es für neue Applikationen, die unsere Lebensqualität im Alltag steigern. Dabei stehen Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz und Effizienz ganz oben auf der Liste der Vorteile.

Beide Einsatzfelder, die Industrieproduktion sowie die »nicht-klassischen« Anwendungen, bieten ein großes Wachstumspotenzial. Insbesondere die Photovoltaik-Industrie, die Pharma- und Medizintechnik nutzen verstärkt Bildverarbeitungstechnologien. Auch traditionelle Branchen wie die Automobil- und die Elektronik-Industrie setzen wieder darauf.

So erstaunt es nicht, dass die Bildverarbeitungsbranche derzeit von der konjunkturellen Erholung profitiert. VDMA Industrielle Bildverarbeitung registriert seit Anfang 2010 rapide steigende Auftragseingänge. Vor diesem Hintergrund wurde kürzlich die Prognose des Umsatzwachstums der deutschen Bildverarbeitungsindustrie von 10 auf 18 Prozent angeho-ben. Die wirtschaftliche Erholung hat hier also auf breiter Front eingesetzt.

Die Unternehmen haben das Krisenjahr 2009 für Innovationen genutzt – das zahlt sich nun aus. Wesentliche Treiber für den vermehrten Bildverarbeitungseinsatz sind die zunehmende Standardisierung, verbesserte 3D-Verfahren, Farbbildverarbeitung, intuitive Benutzeroberflächen und die Integration leistungsfähiger Funktionalität in kompakte Systeme.

Weitere Wachstumsimpulse werden von der Vision 2010 ausgehen, die den aktuellen Aufschwung der Bildverarbeitungsbranche widerspiegelt: Mehr als 300 Aussteller werden ihre aktuellen Innovationen zeigen eine Rekordbeteiligung der Bildverarbeitungsindustrie. Mit einem Anteil von 44 Prozent ausländischer Aussteller beweist die Vision abermals ihre herausragende Internatonalität. VDMA Industrielle Bildverarbeitung wird vor Ort sein und das weltweit führende Vortragsforum der Industriellen Bildverarbeitung, die »Industrial Vision Days«, veranstalten. Wir freuen uns, Sie auf der Vision 2010 zu begrüßen.

Erschienen in Ausgabe: 05/2010