Das Futurelab ist ein eigens gestalteten Teil des Messestands. „Mit dem Futurelab untermauert Lapp seinen Anspruch als Technologieführer“, sagt Guido Ege, Leiter Technik und Entwicklung bei Lapp. „Einige der vorgestellten Innovationen sind schon heute marktreif und verfügbar, andere sind funktionsfähige Prototypen.“

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Die Entwickler präsentieren unter anderem eine innovative Lösung, mit der man den Zustand eines Datenkabels überwachen kann. Im Unterschied zu bisherigen Lösungen erfordert das Konzept keinerlei Änderungen an der Leitung, zum Beispiel keine zusätzlichen Adern oder Drähte, die vom Anwender eigens angeschlossen werden müssten, so der Hersteller.

Stattdessen überwacht ein elektronisches Gerät laufend die von der Leitung übertragenen Signale und analysiert deren Qualität und berechnet daraus den Lapp Predictive Indicator. Fällt diese unter einen kritischen Wert, schlägt die Elektronik Alarm, dann kann ein Austausch während ohnehin geplanter Wartungsarbeiten veranlasst werden. Die Elektronik ist auf Leitungen des Herstellers ausgelegt. Falls diese bereits im Einsatz sind, ist sogar ein Retrofit an bestehenden Anlagen und Maschinen möglich.

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Diese Predictive Maintenance Lösung für Datenkabel ist ein Entwicklungsprojekt. Die Marktreife ist für die nahe Zukunft geplant, aktuell führt Lapp Gespräche mit möglichen Partnern für die Erprobung der Technologie.

Auch zu sehen ist die smarte Kabeltrommel. Ein Sensor ermittelt die Restlänge der Trommel beim Abspulen des Kabels und sendet diese Information an das ERP-System. Bei Unterschreitung eines definierten Mindestbestands kann eine interne Mitteilung oder sogar eine automatische Nachbestellung ausgelöst werden. Die smarte Kabeltrommel existiert als Prototyp und wird nun mit Partnern erprobt.

Ein weiteres Thema ist Gleichstrom: Lapp ist das erste Unternehmen der Verbindungsbranche, das bereits serienmäßig Leitungen eigens für industrielle Gleichstromanwendungen anbietet. Neben der bereits lieferbaren Ölflex DC Chain 800 Steuerleitung zeigt das Unternehmen weitere neue Leitungen mit unterschiedlichen Isolationsmaterialien, die für DC-Anwendungen optimiert sind.

Um einzelne Sensoren in der Feldebene in der Fabrik zu verbinden, sind Cat.6– oder gar Cat.7-Datenleitungen oft überdimensioniert. Single-Pair-Ethernet-Leitungen sind hier die bessere Alternative, so der Hersteller. Statt vier Aderpaaren haben sie nur ein Paar, das spart unter anderem bis zu 75 Prozent Zeit beim Anschluss der Adern. Lapp hat bereits Single-Pair-Ethernet-Leitungen im Programm.

Lapp auf der SPS: Halle 2, Stand 310.