Weltweit gewachsen

Endress+Hauser hat seine Geschäftszahlen für 2018 veröffentlicht. Der Umsatz der Firmengruppe erreichte demnach nahezu 2,5 Milliarden Euro.

17. Juni 2019
Weltweit gewachsen
Endress+Hauser ist 2018 über alle Branchen und Regionen hinweg gewachsen. Die fortschreitende Digitalisierung in der Industrie sorgte im letzten Jahr für zusätzliche Impulse. (Bild: Endress+Hauser AG)

Man sei über alle Regionen, Branchen und Produktbereiche hinweg kräftig gewachsen, so das Unternehmen. Für Impulse sorgten die fortschreitende Digitalisierung in der Industrie sowie die positive Entwicklung auf den internationalen Märkten.

„Es ist 2018 praktisch weltweit gut für Endress+Hauser gelaufen“, erklärte CEO Matthias Altendorf auf der Bilanzmedienkonferenz in Basel. Die Firmengruppe steigerte den Nettoumsatz um 9,5 Prozent auf 2,455 Milliarden Euro. In lokalen Währungen erreichte das Umsatzwachstum 12,7 Prozent.

Die Entwicklung der Wechselkurse bremste nicht nur das Umsatzwachstum, sondern dämpfte auch die Kostenentwicklung, trotz Teuerung auf der Materialseite. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 31,4 Prozent auf 330,6 Millionen Euro.

Obwohl – anders als im Vorjahr – keine einmaligen Erlöse zu verbuchen waren, wuchs das Ergebnis vor Steuern (EBT) erneut an: um 14,6 Prozent auf 315,7 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 11,2 Prozent auf 232,5 Millionen Euro.

Die Eigenkapitalquote erreichte 71,0 Prozent, 0,8 Prozentpunkte mehr als 2017. Die Firmengruppe ist praktisch frei von Bankschulden. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung kletterten auf 184,2 Millionen Euro, das entspricht 7,5 Prozent des Umsatzes. 2018 flossen zudem 158,6 Millionen Euro in Gebäude, Anlagen und IT.

Das Geschäft war getragen von einer starken Konjunktur in der Prozessautomatisierung, wie das Unternehmen weiter mitteilt. Der anhaltend hohe private Konsum wie auch die Erholung der Öl- und Rohstoffpreise hätten zur guten Entwicklung beigetragen.

Endress+Hauser entwickelte sich in Europa sehr gut. Am stärksten war das Wachstum in Amerika. „Die USA haben nach 65 Jahren Deutschland als unseren größten Absatzmarkt abgelöst“, so Altendorf. Das Geschäft in China legte ebenfalls zweistellig zu. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnte bald schon China unsere Nummer eins sein.“

Das Unternehmen ist gut ins laufende Jahr gestartet. Die Gruppe liegt in Auftragseingang und Umsatz derzeit deutlich über dem Vorjahr. Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen, dass sich diese Entwicklung abschwächt. „Wir rechnen dennoch mit solidem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich“, sagte Chief Financial Officer Dr. Luc Schultheiss.