PIA unterstützt Zettl dabei, die manuelle Produktion durch maschinelle Fertigung zu ergänzen. Die Planungen wurden kürzlich bei einem Ortstermin in Niederbayern mit Ministerpräsident Söder und Wirtschaftsminister Aiwanger konkretisiert.

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Die Corona-Pandemie führt weltweit zu einem akuten Mangel an Mundschutzmasken, der über eine Produktion per Hand allein unmöglich beseitigt werden kann, erklärt PIA Automation. Die Lösung des Problems würden vollautomatische Produktionsanlagen des Unternehmens liefern.

Seit der Ausbreitung des Virus sind in Amberg über 100 Anfragen aus allen Teilen der Welt eingegangen. Der Standort beherbergt das medizinische Kompetenzzentrum der PIA-Gruppe und wurde mittlerweile mit der Produktion von einem Dutzend vollautomatischer Anlagen für die Fertigung von Gesichtsmasken beauftragt. Eine Vielzahl von Unternehmen folgt dem Aufruf der bayerischen Staatsregierung, eine nationale Produktion an persönlicher Schutzausrüstung aufzubauen.

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„Aufgrund der hohen Anzahl an Anfragen und der Notwendigkeit, Maskenproduktionsanlagen zur Verfügung zu stellen, hat PIA Amberg seine Kapazitäten erhöht, um kurzfristig auf einen Dreischicht-Betrieb umstellen zu können. Selbstverständlich unter Einhaltung aller Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen. Geplant ist, dass in wenigen Wochen die ersten Montagelinien unsere Hallen verlassen“, erklärt Lothar Mehren, Leiter der Medical Division in Amberg.

Jede dieser vollautomatischen Produktionslinien für die Hochgeschwindigkeitsfertigung kann eine Quantität von bis zu 140.000 Stück pro Tag liefern – abhängig von Typ und Material. In Europa kann das Unternehmen damit einen Beitrag leisten, damit der Bedarf an solchen Masken – vor allem im Hinblick auf die Ausweitung einer Tragepflicht in immer mehr Ländern – gedeckt wird.

Nordamerika ist der nächste Corona-Hotspot. Die Niederlassungen des Unternehmens vor-Ort sind darauf vorbereitet, so PIA Automation. Dazu Thomas Ernst, CSO der PIA Gruppe: „Wir geben alle technischen Unterlagen und unsere Erfahrungen an PIA Nordamerika weiter, damit dort ebenfalls Anlagen gebaut werden können. Hier haben wir bei PIA einen enormen Vorteil, da die interkontinentale Zusammenarbeit hervorragend funktioniert – und wir damit dem Virus wortwörtlich einen Takt voraus sind“.