Wago investiert acht Millionen am Stammsitz

Auf 5.400 Quadratmetern entsteht in Minden neuer Platz für über 250 Beschäftigte

08. August 2012
Die Skywalks setzten architektonische Akzente und verbinden den Neubau mit angrenzenden Gebäuden.
Bild 1: Wago investiert acht Millionen am Stammsitz (Die Skywalks setzten architektonische Akzente und verbinden den Neubau mit angrenzenden Gebäuden.)

Das Mindener Unternehmen Wago Kontakttechnik stärkt den Stammsitz: Der weltweit agierende Anbieter von elektrischer Verbindungstechnik und Automatisierungslösungen hat acht Millionen Euro in einen hochmodernen Bürobau auf dem Werksgelände an der Hansastraße investiert. Der 25 Meter hohe Neubau bietet auf einer Grundfläche von rund 5.400 Quadratmetern für die Mitarbeiter der Bereiche „Entwicklung“ und „Vertrieb Automation“ über 250 modern und ergonomisch eingerichtete Arbeitsplätze. Nicht nur der Wohlfühlfaktor und optimierte Kommunikationsmöglichkeiten, sondern auch das Thema Energie-Effizienz hatte bei der Planung hohe Priorität – in dem Bau setzt Wago auf innovative Gebäudetechnik aus eigener Entwicklung.

Die starke Expansion des Unternehmens in den vergangenen Jahren hat den Bau eines weiteren Bürogebäudes erforderlich gemacht. Insgesamt beschäftigt das Familienunternehmen am Standort Minden derzeit 1.800 Menschen. Im Vergleich zu 2003 ist das ein Anstieg von knapp 800 Mitarbeitern.

Die lichtdurchfluteten Büroräume sind für zwei bis vier Personen ausgelegt. Bei der Ausstattung schrieben die Planer Ergonomie groß: Elektromotorisch höhenverstellbare Schreibtische ermöglichen bei Bedarf sogar rückenschonendes Arbeiten im Stehen. Auf der Nordseite reichen die Fenster vom Boden bis zur Decke und sorgen für viel Tageslicht. Kleinere Fenster auf der Südseite halten die Erwärmung der Einzel- und Zweierbüros durch die Sonneneinstrahlung so gering wie möglich. Entwicklerbüros bieten viel Platz für jeweils vier Mitarbeiter und zusätzliche Geräte sowie Messaufbauten. Sie sind durch große Glas-Schiebetüren an die „Verkehrs- und Kommunikationszonen“ angebunden. Auf jedem der fünf Stockwerke bieten die breiten Flure den Mitarbeitern Teeküchen sowie Stehtische für den schnellen Informationsaustausch. Zusätzlich befinden sich auf jeder Etage Besprechungsräume.

Die großzügige Verglasung erzeugt im gesamten Gebäude eine helle, von Transparenz geprägte Atmosphäre. Bei Schaltungsentwickler Walter Mallajew (30) und seinen Kollegen, die gemeinsam in einem Vierer-Büro arbeiten, kommen die günstigen Lichtverhältnisse und die Raumaufteilung gut an: „Wir können den ganzen Tag bei ausreichend Tageslicht arbeiten. Die Arbeitsplätze sind geräumig und fördern den Teamgeist“, freut sich er über sein modernes Büro im zweiten Stock.

Eine weitere Besonderheit der Büroräume ist die individuell und per Funk regulierbare Raumklimatisierung. Diese kabellose Technik ermöglicht den Mitarbeitern, die Temperatur in den einzelnen Büros selbstständig einzustellen. Sobald ein Raum verlassen wird, werden Beleuchtung und Kühlung reduziert. Wird ein Fenster geöffnet, schaltet High-Tech „made by Wago“ die Kühlung ab – Energieverschwendung gehört der Vergangenheit an. Die intelligente Gebäudeautomatisierung aus dem firmeneigenen Produktprogramm sorgt auch dafür, dass die Jalousien bei starker Sonneneinstrahlung den Raum verdunkeln und zudem die Raumbeleuchtung angepasst wird. Bei Bedarf können die Mitarbeiter auch hier manuell in den Vorgang eingreifen und die Verdunkelung selbstständig regeln.

Ihre Stärken spielt die Wago-Technik aber schon vor ihrer Inbetriebnahme aus: Durch das Winsta-System der Mindener Elektrotechnikspezialisten lassen sich die für die Gebäude-Installation erforderlichen Kabel flexibel, sicher und schnell zusammenstecken. Ein großer Vorteil des Systems ist die zeit- und kostensparende Installation. Die vorgefertigten und qualitätsgeprüften Winsta-Komponenten können je nach Bedarf im Nachhinein erweitert und verändert werden. Das Wago-Facility-Management, Fachplaner sowie ausführende Elektrofirmen sind sich einig: „Winsta funktioniert bei der Installation sehr schnell; die modulare Integration von verschiedenen Automatisierungskomponenten mittels der Wago-eigenen Software Flexroom ermöglicht schnell weitere Anpassungen bei Nutzungsänderungen. Thomas Wotka, Leiter Facility-Management bei Wago: „Davon profitieren unsere Kunden und diesmal wir selbst.“

Der Neubau setzt auch optische Akzente – im ersten und zweiten Obergeschoss verbinden ihn verglaste Durchgänge mit den benachbarten Gebäuden. Über diese „Skywalks“ erreichen die Mitarbeiter auf kurzen Wegen sowie wind- und wettergeschützt andere Abteilungen.

Die „Skywalks” setzten architektonische Akzente und verbinden den Neubau mit angrenzenden Gebäuden.

Die großzügigen Flure bieten den Mitarbeitern „Kommunikationszonen“ – Teeküchen sowie Stehtische für den schnellen Informationsaustausch.

Entwickler Frank Wiegmann findet es angenehm, dank elektrisch verstellbarer Schreibtische bei Bedarf auch rückenschonend im Stehen arbeiten zu können.