Wälzlagerverhalten auf dem Prüfstand

Findling-Kunden profitieren: Leistungsfähigkeit praxisnah getestet

18. März 2010

Jeder theoretischen Wälzlagerauslegung folgt die Frage nach ihrer praktischen Reproduzierbarkeit. Wo das Vertrauen in Berechnungsformeln und Katalogangaben nicht ausreicht, müssen Testreihen gefahren werden. Ein aufwändiges und zeitintensives Unterfangen – meist mit Kapazitätsengpässen im eigenen Prüflabor verbunden. Kunden von Findling Wälzlager haben nun Zugriff auf einen flexiblen Leistungsprüfstand, den das Unternehmen konstruiert, erprobt und nun freigegeben hat. Neben reinen Lebensdauertests lassen sich auch Produktvergleiche unter einheitlichen Betriebsbedingungen realisieren.

Mit der ABEG-Methode von Findling können Anwender unter vier verschiedenen Leistungsklassen wählen. Dies erfolgt in der Konstruktionsphase über die Softwarelösung ABEG-Quickfinder. Die in der Theorie ermittelten Optimierungspotenziale lassen sich nun in einer zweiten Stufe anhand konkreter Anwendungsparameter auf dem Leistungsprüfstand beweisen. „Grundsätzlich lassen sich große Preisvorteile beim Wechsel in eine niedrigere Leistungsklasse erzielen“, weiß Uwe Leimenstoll aus dem Qualitätsmanagement bei Findling. „Umso mehr gewinnt die Überprüfung und somit der Nachweis der Leistungsfähigkeit an Bedeutung.“ Findling Wälzlager verlässt sich daher nicht nur auf die Katalogangaben, sondern untersucht die Leistungsfähigkeit der Produkte eigenständig.

Für jede der ABEG-Leistungsklassen wird ein Lebensdauerbeiwert definiert, aus dem sich die Mindest-Lebensdauer ableitet. So muss ein Lager der höchsten Leistungsklasse (Premium) 100 Prozent der normierten Lebensdauer erreichen, für ein Lager der dritten Klasse (Eco) werden nur 60 Prozent Erfüllung gefordert. Es können nicht nur die theoretischen Werte anhand von Praxisdaten dokumentiert, bestätigt oder korrigiert, sondern zudem verlässliche Aussagen über das Produktverhalten bei spezifischen Betriebsbedingungen getroffen werden. Der Leistungsprüfstand von Findling Wälzlager beantwortet zuverlässig, welche Lebensdauer oder welche Tragzahl von einem Produkt A garantiert werden kann, welche Lebensdauererwartung Produkt A gegenüber Produkt B hat, und wie sich Produkt A im konkreten Anwendungsszenario in Abhängigkeit von Drehzahl, radialer Belastung, axialer Belastung und Temperatur verhält. Der Prüfstand besteht aus zwei parallelen Stationen, die jeweils mit zwei Prüflingen bestückt sind.