Vom „Rohboter“ zum Roboter

Low Cost Automatisierung unterhalb der etablierten Automatisierer für nur wenige tausend Euros – das ist ein Wunsch vieler Anwender. Aber die Realisierung fällt oftmals schwer: Was passt zusammen? Wie gut ist die Lösung? Wer kann mich unterstützen?

18. Februar 2019
Auf der Hannover Messe 2019 zeigt igus ein Marktplatz-Modell, das den unterschiedlichsten Kunden online dabei hilft, die für sie individuell passende Automatisierungslösung schnell zu finden und zu konfigurieren oder zu bauen. Das Rohboter-Grundgerüst ist unter anderem ein präziserer robolink DC Gelenkarm aus Kunststoff. (Quelle: igus GmbH)
Bild 1: Vom „Rohboter“ zum Roboter (Auf der Hannover Messe 2019 zeigt igus ein Marktplatz-Modell, das den unterschiedlichsten Kunden online dabei hilft, die für sie individuell passende Automatisierungslösung schnell zu finden und zu konfigurieren oder zu bauen. Das Rohboter-Grundgerüst ist unter anderem ein präziserer robolink DC Gelenkarm aus Kunststoff. (Quelle: igus GmbH))

Auf der Hannover Messe 2019 präsentiert der motion plastics Spezialist igus zwei neue Ansätze: Einen neuen 4- bis 5-Achs „Rohboter“ aus Kunststoff sowie das Modell eines Online-Marktplatzes für Anbieter und Anwender.

 

Die Wege in die Low Cost Automatisierung sind so vielfältig wie die Anwendungen. Maschinenbauer und Roboterhersteller möchten mit wenigen, günstigen Teilen selbst bauen; Produktionsbetriebe mit eigenen Automatisierungen setzen auf „halbfertige“ Roboter und passen Steuerung und Komponenten auf ihre Standards an. Kleinere Unternehmen möchten hingegen fertige Systeme, die einfach zu bedienen und vor allem sehr günstig sind. igus greift diese unterschiedlichen Anforderungen auf und präsentiert auf der Hannover Messe mit dem „Rohboter“-Konzept neue Hardware-Komponenten sowie ein digitales Marktplatz-Modell für den einfachen Einstieg in eine günstige Automatisierung.

 

Gelenkarme in neuem Design

Die „Rohboter“-Basis, die igus für dieses wachsende Marktsegment anbietet, ist das elektro-mechanische Grundgerüst, beispielweise als robolink 4- oder 5-Achs-Gelenkarm, Delta oder kartesischer Roboter. Dank eines Baukastenprinzips lassen sich schmier- und wartungsfreie Robotiksysteme individuell zusammenstellen. Motoren, Getriebe, Leistungselektronik, Steuerung, GUI – alles ist frei wählbar. Auf der Hannover Messe 2019 stellt igus einen Gelenkarmroboter der neuesten Generation vor. Die kompakten leichten Gelenkarme setzen ganz auf die Vorteile der igus motion plastics: Leicht, schmier- und wartungsfrei, langlebig und kostengünstiger in der Produktion. Dadurch lassen sich kleine, konfigurierbare Stückzahlen ebenso realisieren wie große Mengen für Maschinenbauer und Roboterhersteller. Das Spiel des neuen Arms wurde durch das Kunststoff-Design weiter reduziert, eine höhere Präzision des robolinks ist somit möglich. Dank integrierter Kabelkanäle werden in der neuesten eingehausten Generation die Leitungen innen geführt. Das spart Bauraum und bereitet die Gelenkarme für eine Verwendung auch im Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) vor. Der neue DC-Gelenkarm lässt sich individuell konfigurieren und je nach Art der Anwendung zusätzlich mit Greifern, Kameras oder Sensorik verschiedenster Hersteller ausstatten. Dabei hilft eine neuartige Online-Plattform, deren Modell igus gemeinsam mit Co-Ausstellern in Halle 17 vorstellt.

 

Von der Einzelkomponente zur kompletten Automatisierungslösung

Der digitale Marktplatz soll den Kunden dabei unterstützen, genau die Low Cost Automation Lösung schnell zu finden und zu integrieren, die er für seine Anwendung braucht. Egal, ob er mit Einzelkomponenten selbst etwas bauen will oder eine günstige Komplettlösung sucht. Damit profitieren Kunden ohne eigenes Robotik-Know-How, die manuelle Aufgaben einfach automatisieren möchten, ebenso wie Profis, die ihre eigene spezifische Lösung zusammenstellen. Für Anbieter bietet das Marktplatz-Modell darüber hinaus einen leichten Zugang zu einem sich rapide entwickelnden Marktsegment. „Wir laden Komponenten- und Roboterhersteller, Integratoren und Endkunden in Halle 17 ein mit uns die Möglichkeiten eines Marktplatzes intensiv zu diskutieren“, so Stefan Niermann, Leiter des neu geschaffenen Geschäftsbereiches Low Cost Automation bei igus. Gleichzeitig erleben die Besucher auf dem igus Messestand auch einen realen Marktplatz zum Anfassen. „Zusammen mit Technologiepartnern zeigen wir den Besuchern, welche Möglichkeiten die Low Cost Automation heute schon für sie bietet – und die sind enorm.“

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