Virtuelle Instrumente

IEF-Werner hat grafische Funktionsblöcke entwickelt, mit denen sich Komponenten des Herstellers, die gemeinsam an einer Anlage angeschlossen sind, auch aus der Softwareplattform Labview ansteuern lassen.

14. Mai 2019
Virtuelle Instrumente
Als Schnittstelle zwischen den Komponenten und der Softwareumgebung dient die IEF-Steuerung PA-CONTROL kombiniert mit dem Protokoll Modbus/TCP. (Bild: IEF-Werner GmbH)

Die IEF-Steuerung PA-Control dient als Schnittstelle zwischen den Komponenten und der Softwareumgebung, kombiniert mit dem Protokoll Modbus/TCP. Mit der grafischen Entwicklungsumgebung Labview lassen sich intuitiv Anwendungen für Steuer- und Regelungsanwendungen erstellen, wie das Unternehmen weiter mitteilt. Dabei bleibt dem User ein textbasiertes Programmieren erspart.

Die Abkürzung Labview steht für „Laboratory Virtual Instrumentation Engineering Workbench“ und ist geeignet für Mess-, Steuerungs- und Regelungsanwendungen, industrielle Bildverarbeitung sowie Prozessautomatisierung.

Die von IEF speziell entwickelten Bausteine bezeichnet das Unternehmen als virtuelle Instrumente (VIs). Damit kann der Anwender die komplette Peripherie einer Anlage wie Linearantriebe, E/A-Baugruppen oder auch Ventilinseln direkt aus Labview ansteuern – ohne aufwendige Programmierung.

Dem Anwender stehen zwei Betriebsmodi zur Verfügung: der Auto- und der Slave-Mode. Der Auto-Mode bietet sich für Anlagen an, bei denen beispielsweise ein über die Softwareplattform gesteuerter, separater Prüfprozess mit der Maschinensteuerung kommunizieren soll.

Dabei steuert PA-Control den Maschinenablauf und übernimmt die Kommunikation zur Peripherie. Über die Plattform werden nun definierte Variablen der IEF-Steuerung beschrieben und ausgelesen. Damit kann der Anwender zum Beispiel Prozesse starten oder auch Parameter anpassen.

Beim Slave-Mode ist die Steuerung nur die Schnittstelle zu den angeschlossenen Automatisierungskomponenten. Sowohl Maschinenablauf als auch die Kommunikation zur Peripherie übernimmt Labview. Die IEF-Steuerung wandelt lediglich die Kommandos der Softwareplattform in, für die Peripheriebaugruppen verständliche, Befehle um und leitet sie weiter.

Für die Implementierung in Kundenprojekte stehen neben den VIs auch verschiedene Programmierbeispiele zur Verfügung. Diese kann der Anwender kopieren und anpassen.