VDMA: Maschinenbauindustrie ehrt zwei ihrer Besten

Mit dem Bau von Ventilatoren der Extraklasse hat Gerhard Sturm einen Weltkonzern erschaffen, mit der Entwicklung von hoch spezialisierten Planetengetrieben wurde Dr. Manfred Wittenstein zum Weltmarktführer.

15. Oktober 2015

Lediglich 25 Kilometer liegen zwischen den Unternehmenssitzen der ebm-papst-Gruppe und der Wittenstein AG im Nordosten Baden-Württembergs. Gemeinsam wurden Gerhard Sturm und Dr. Manfred Wittenstein nun in Berlin auf dem 8. Deutschen Maschinenbau-Gipfel mit dem Deutschen Maschinenbau Preis 2015 geehrt.

„Wir gratulieren zwei herausragenden Vertretern unserer Industrie zu dieser Auszeichnung. Beide haben über Jahrzehnte mit Innovationen geglänzt, Führungskraft bewiesen und waren für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Vorbild. Daher haben Gerhard Sturm und Dr. Manfred Wittenstein diesen Preis völlig zu Recht bekommen“, sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der den Maschinenbau-Gipfel zusammen mit der Fachzeitschrift „Produktion“ veranstaltet. Der Preis Deutscher Maschinenbau wird von einer unabhängigen Expertenjury und der „Produktion“ vergeben.

Nach Ansicht der Jury haben sich beide Preisträger über Jahrzehnte hinweg mit Innovationen und unternehmerischem Mut eine besondere Stellung im Markt und in ihrer Industrie erarbeitet und stetig ausgebaut. Für den Gründer und heutigen Beiratsvorsitzenden der ebm-papst-Gruppe, Gerhard Sturm, sei insbesondere die Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Entwicklung von neuen Produkten prägend gewesen, lobte Professor Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung und Sprecher der Jury. „Umweltverträglichkeit umfasst für Gerhard Sturm und die ebm-papst-Mitarbeiter nicht nur die Energiebilanz und die Recyclingfähigkeit, sondern den gesamten globalen Fußabdruck“, erläuterte Bauernhansl.

Dr. Manfred Wittenstein und seine Unternehmensgruppe wurden vor allem für ihre herausragende Innovationskultur geehrt. „Was Industrie 4.0 bedeutet, hat Wittenstein als einer der ersten in der Innovationsfabrik in Igersheim und zuvor bereits in der Schaufensterfabrik ,Urbane Produktion der Zukunft‘ in Fellbach sichtbar gemacht. Hier wie dort wird die Smart Factory der Zukunft bereits heute real“, lobte der Jury-Sprecher.