Usetec 2011:

Erfolgreiche Premiere der Weltmesse für Gebraucht-Technik parallel zur Internationalen Eisenwarenmesse

21. April 2011

Ein Auftakt nach Maß: Schon eine Stunde nach Messeeröffnung waren die Stände der 423 Aussteller auf der ersten Usetec gut gefüllt – eine Resonanz, die bis zum Ende der Veranstaltung anhielt. Insgesamt kamen an allen drei Tagen 9.250 Einkäufer aus 119 Ländern zur Weltmesse für Gebraucht-Technik nach Köln. Diese Internationalität und die hohe Besucherqualität sorgten für fröhliche Gesichter bei den beteiligten Partnern. „Der neue Messestandort hat sich für die Branche als Volltreffer erwiesen“, zieht Kurt Radermacher, Geschäftsführer des Fachverbandes des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels e.V. (FDM), eine äußerst positive Bilanz.

„Damit hat die Usetec bereits bei der Premiere ihre Funktion als weltweit wichtigster Treffpunkt für Second Hand eindrucksvoll bestätigt.“ Entsprechend klingelten die Kassen bei diversen Ausstellern. „Mir wurde zugetragen, dass unsere FDM-Mitgliedsfirmen bis zum Abend des zweiten Messetages bereits 18 ausgestellte Maschinen verkauft hatten“, erzählt Radermacher. Auf die erfolgreiche Premiere wollen die Veranstalter der Usetec aufbauen. „Wir konnten wichtige Entscheider aus aller Welt in Köln zusammenführen“, formuliert Florian Hess, Geschäftsführer der Hess GmbH, Weingarten/Baden. „Mit Blick auf die nächste Usetec 2012 werden wir die Internationalisierung weiter vorantreiben, insbesondere durch die Kooperation mit der Internationalen Eisenwarenmesse“, kündigt Metin Ergül, Geschäftsbereichsleiter der Koelnmesse GmbH, an.

Rund zwei Drittel der Besucher stammten in diesem Jahr aus dem Ausland. Osteuropa, Afrika und der Mittlere Osten waren die am stärksten vertretenen Regionen auf der Nachfrageseite. Das deckt sich mit der Einschätzung des Bundesverbandes des Deutschen Exporthandels (BDEx). Der BDEx hat die gleichen aktuellen Hotspots für das Gebrauchtmaschinengeschäft identifiziert und spricht ebenso von einer gelungenen Erstveranstaltung der Usetec in Köln. „Unsere auf der Messe ausstellenden Mitglieder waren sehr zufrieden“, bestätigt BDEx-Geschäftsführer Jens Nagel. „Generell floriert gegenwärtig das Gebrauchtmaschinengeschäft“, spricht er von spürbaren Zuwächsen gegenüber dem Vorjahr. „In einigen Ländern außerhalb der EU sind es bis zu 15 Prozent.“

Längst setzen nicht nur Geschäftsleute aus den „Emerging Markets“ Gebrauchtmaschinen ein. Unternehmer aus hochtechnisierten Ländern greifen ebenfalls darauf zurück – sei es aufgrund der schnellen Verfügbarkeit bei Kapazitätsengpässen oder aus Rentabilitätsgründen. So machte sich das riesige Einzugsgebiet zwischen Rheinland, Ruhrgebiet und den Beneluxstaaten in den Auftragsbüchern der Usetec-Aussteller bemerkbar. „Gleich am ersten Messetag konnten wir ein Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum in die Niederlande absetzen“, freut sich Thomas Spaltenberger aus Karlsbad-Ittersbach. „Klein, fein und jung“, beschreibt der Geschäftsführende Gesellschafter der S+B Maschinenhandelsgesellschaft das Verkaufsobjekt, Baujahr 2002, das der holländische Mittelständler in seiner Lehrlingsabteilung einsetzen möchte.

Der mit Metallbearbeitungsmaschinen bestückte S+B-Stand wurde gut frequentiert – genauso wie die Stände der Anbieter von Holzbearbeitungsmaschinen. Arnulf Vath vom Höpfinger Aussteller Egid Münch sprach von vielen Kontakten. Der gewaltige Zuspruch machte den französischen Anbieter Kazi-Tani nach eigenen Worten sehr glücklich. „Wir werden die Anfragen nach der Messe bearbeiten“, sagt Patrick Kazi-Tani. „Bis die Tinte unter den Vertrag kommt, kann es jedoch bis zu einem halben Jahr dauern.“

Nicht nur wegen der gefüllten Gänge zeigten sich die Usetec-Aussteller hochzufrieden. „Als Bremer fühlen wir uns in Köln pudelwohl“, schwärmt Lutz Herpel. „Schon allein durch die Nähe zum Wasser“, spielt der Geschäftsführer von Lutz Herpel Werkzeugmaschinenhandel mit einem Augenzwinkern auf das nur einen Steinwurf entfernte Rheinufer an. „Ein weiterer Pluspunkt ist die Nähe der Messe zur Stadt“, hebt er die kurzen Wege hervor. Auch sonst kann der hanseatische Unternehmer zufrieden sein; schließlich laufen die Geschäfte derzeit sehr gut. „Bereits im vergangenen Herbst hat die Nachfrage wieder stark angezogen“, sagt Herpel. „Diese Entwicklung hat sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres weiter fortgesetzt.“ Die Abnehmer der gebrauchten Maschinen und Anlagen für die metallverarbeitende Industrie stammen vor allem aus dem mittelost- und südosteuropäischen Raum: „Österreich, Slowenien, Rumänien und Polen.“