Unterstützung für chronisch kranke Kinder

Mehr Lebensfreude trotz und mit der Krankheit: Im neuen KroKi-Haus in Gießen sollen sich chronisch kranke Kinder erholen. Die Rittal Foundation fördert das Projekt in den nächsten drei Jahren mit je 8.000 Euro.

07. Oktober 2015
Über die Spende freute sich Friedemann Hensgen (l.), Vorstandsvorsitzende der Rittal Foundation, mit Prof. Dr. med. Burkhard Brosig (2.v.r.), Oberarzt des Zentrums für Kinderheilkunde an der Uniklinik Gießen, Frank Stüber (2.v.l.), Geschäftsführer der KroKi-Haus gGmbH, und dem Pantomimen Ichmael (r.), der chronisch kranke Kinder auf behutsam poetische Weise erreicht, um ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. (Bild: Rittal)
Bild 1: Unterstützung für chronisch kranke Kinder (Über die Spende freute sich Friedemann Hensgen (l.), Vorstandsvorsitzende der Rittal Foundation, mit Prof. Dr. med. Burkhard Brosig (2.v.r.), Oberarzt des Zentrums für Kinderheilkunde an der Uniklinik Gießen, Frank Stüber (2.v.l.), Geschäftsführer der KroKi-Haus gGmbH, und dem Pantomimen Ichmael (r.), der chronisch kranke Kinder auf behutsam poetische Weise erreicht, um ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. (Bild: Rittal))

Lachen macht gesund! Deshalb setzt der KroKi-Verein für chronisch kranke Kinder in Gießen schon lange auf einen Pantomimen, auf Tanz- oder Trommelprojekte, die die Kinder ihre Krankheit zumindest für eine Zeit lang vergessen lassen. Was aber, wenn der Alltag eines schwer erkrankten Kindes immer wieder zu schweren Belastungsproben für die ganze Familie führt? Aufwändige Therapiemaßnahmen zermürben die Kinder und Jugendlichen, belasten Eltern und die Geschwister, die oft im Schatten der elterlichen Aufmerksamkeit aufwachsen. Der KroKi-Verein hat deshalb ein neues Projekt auf die Beine gestellt, das jetzt von der Rittal Foundation unterstützt wird – das KroKi-Kinderhaus. Auch hier soll viel gelacht werden.

Das KroKi-Haus soll zukünftig kranke Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 21 Jahren auf Zeit aus ihrem Alltag herausholen, im Umgang mit ihrer Erkrankung unterstützen und seelischen Krisen begegnen. Auch die Eltern der Kinder werden entlastet, so dass Kraft und Kapazitäten für Geschwister und die eigenen Bedürfnisse frei werden. Mit 8.000 Euro für jedes der drei nächsten Jahre unterstützt die Rittal Foundation das Projekt KroKi-Haus: „Wir haben uns sehr schnell für die Förderung entschieden“, so Friedemann Hensgen, Vorstands-vorsitzender der Rittal Foundation: „In einem Gespräch über die Situation konnten wir erahnen, welchen Belastungen diese Kinder und ihre Familien ausgesetzt sind. Das Konzept des KroKi-Hauses hat uns sofort überzeugt, dass durch individuelle Hilfe in einem geschützten Raum die Weichen für eine positive Entwicklung der Kinder gestellt werden können.“

Seit 2009 hilft der Verein KroKi Familien mit chronisch kranken Kindern, unterstützt sie mit Therapieangeboten und psychosozialer Begleitung, Kunst- und Theaterprojekten. Das neue KroKi-Kinderhaus soll dieses Angebot weiter ausbauen. In das eigens dafür hergerichtete Wohnhaus auf dem ehemaligen Gelände ‚Alter Flughafen‘ in Gießen sollen insbesondere Kinder und Jugendliche für eine begrenzte Zeit einziehen, die mit chronischen und infolgedessen auch psychosomatischen Erkrankungen leben. Sie leiden etwa unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und an Depressionen, sie hadern mit Diabetes oder einer verzögerten seelisch-körperlichen Entwicklung. Hinzu kommen schulische Fehlzeiten und familiäre Krisen.

Bei der Überreichung des Schecks der Rittal Foundation dankte Stüber der Stiftung für das unermüdliche Engagement für kranke Kinder: „Mit der auf drei Jahre angelegten Förderung unterstützt die Stiftung unsere Bemühungen für eine Verbesserung der Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien. Das freut uns und hilft uns sehr.“ Seit 2011 setzt sich die Rittal Foundation für soziale Institutionen, Einrichtungen und Projekte in der Region ein. In den Bereichen Diakonie, Bildung und Erziehung junger Menschen sowie Kultur und Wissenschaft fördert die Stiftung der mittelhessischen Unternehmensgruppe Friedhelm Loh Group etwa Familien mit Migrationshintergrund, benachteiligte Kinder und Jugendliche oder Menschen mit Handikap. „Schon die bisherigen Aktivitäten des KroKi-Vereins haben uns sehr beeindruckt“, so Hensgen: „In der Arbeit wird spürbar, dass die unterschiedlichsten Menschen, vom Arzt bis hin zum Künstler, sich bereit erklären, Kindern und Jugendlichen ein Stück Lebensfreude zurück zu geben. Das KroKi-Haus geht noch einen Schritt weiter, indem ein oft beschwerlicher, aber auch lebenswerter Alltag zu meistern erlernt wird.“