Touch Panels als Meß(be)diener

BEDIENTERMINALS - Der Leit- und Steuerungstechnik-Spezialist So-Con setzt zum Bedienen und Beobachten auf Touch Panels von Sütron und zur Kommunikation im Feld auf Interbus.

07. Juni 2005

Seit 1987 stellt die So-Con Leit- und Steuerungstechnik GmbH aus Asperg Steuerungsanlagen und Software für Einzelmaschinen und Großanlagen her, die in nahezu allen industriellen Bereichen eingesetzt werden. Die Visualisierungskonzepte und Steuerungslösungen des schwäbischen Unternehmens aus dem Landkreis Ludwigsburg fi nden beispielsweise in der Betonindustrie und Montagetechnik sowie in der Automobil- und ihrer Zulieferindustrie Verwendung. Da jeder Kundenwunsch in eine maßgeschneiderte, wirtschaftliche und zukunftsorientierte Lösung umgesetzt wird, hat sich So-Con den Ruf eines innovativen und qualitätsbewußten Unternehmens erworben. Unter dem Motto »Problemlösungen sind bei uns Tradition« beginnt jedes Projekt mit einer exakten Analyse er Aufgabenstellung. Maschinenbauer und Endanwender werden umfassend über mögliche Lösungsansätze, Technologien und Produkte beraten, auf deren Basis das Projekt realisiert werden kann. Nach der Planung und der Programmierung der verwendeten Steuerung sowie der Erstellung eines individuellen Visualisierungskonzepts wird die Lösung beim Endanwender installiert, in Betrieb genommen und getestet. Die Modernisierung und Erweiterung bestehender Maschinen und Anlagen sowie ein umfassender Wartungsservice runden das Leistungsspektrum von So-Con ab. Einen besonderen Ruf hat sich das Unternehmen mit seinen Visualisierungslösungen erworben. Sie können per Modem abgerufen werden, wobei sich durch die Optimierung der Anlagenbedienung und -überwachung Stillstandszeiten erheblich reduzieren lassen. Der Einsatz von Netzwerkinfrastruktur und Feldbussystemen vereinfacht in Verbindung mit Industrie-PCs und leistungsfähigen Steuerungen die Elektroinstallation, erhöht die Anlagenübersicht und verbessert die Diagnosemöglichkeiten. Eine weitere Möglichkeit zur Verminderung von Inbetriebnahme und Wartungszeiten ist die Dezentralisierung einzelner Automatisierungsfunktionen. Die verschiedenen Arbeitsprozesse in großen Maschinen und Anlagen werden hierbei in überschaubare Teileinheiten untergliedert, die jeweils über eine eigene Steuerung mit der Visualisierung und der Leitebene kommunizieren. Um derartige Konzepte realisieren zu können, müssen die HMI-Geräte kompakt in der Bauform und industrietauglich sein, sich flexibel an geänderte Anforderungen anpassen lassen sowie über Schnittstellen zu allen gängigen Feldbussystemen und Ethernet verfügen. Ansprüche, die Sütron-Geräte erfüllen. Da das Unternehmen darüber hinaus ein umfassendes und durchgängiges Produktportfolio für jeden Anwendungsfall bietet, hat sich So-Con in vielen Projekten für Sütron Produkte entschieden. Im belgischen Fahrzeugmontagewerk der Volkswagen AG in Brüssel, wo der neue Golf 5 sowie der Lupo in der 3L TDI-Variante von den Bändern läuft, wird beispielsweise das Touch Panel TP32ET zur Bedienung und Steuerung einer Vermessungsmaschine eingesetzt. Auf ihr werden mittels eines Meßtasters Fahrzeugkarosserien stichprobenartig auf ihre Maßhaltigkeit geprüft. Über das Touch Panel wählt der Bediener die zu prüfenden Teile (zum Beispiel Grundrahmen und Seitenteile) aus. Auf dem Display des Gerätes werden dann die Teiledaten angezeigt, die das Interbus-System zur Verfügung stellt. Der Bediener hat ferner die Möglichkeit, über ein Paßwort eine andere Prüfvorgabe festzulegen. Die Datenübertragung innerhalb der Förderstrecke sowie des Teile-Zubringers aus dem Rohbau erfolgt, wie bei Volkswagen üblich, via Interbus. Eine Siemens S7-Steuerung, die über Ethernet an den werkseigenen Leitrechner angebunden ist, sowie das Touch Panel TP32ET steuern die Einbringung der Karosserie in die Meßmaschine.

Störungs- und rückwirkungsfreier Betrieb

Das Touch Panel besitzt ein gut ablesbares 10,4“ TFT-Display. Fünf Funktionstasten, 7 MB Applikationsspeicher, eine Compact Flash-Karte, Watchdog-Timer und Echtzeituhr schaffen zusätzlichen Komfort im Betrieb. Mit seinem robusten Gehäuse in Schutzart IP65 kann das Panel auch in rauher Industrieumgebung eingesetzt werden. Über das vollgrafikfähige Display lassen sich die gewünschten Variablenwerte und grafische Darstellungen: einfach visualisieren. Grafisch gestaltete Bildschirmmasken mit logisch zugeordneten Touch-Objekten erhöhen die Anschaulichkeit und erleichtern die Bedienerführung, so daß auch für komplexe Anlagen bedienerfreundliche Lösungen projektiert werden können. Die Visualisierungslösung zeichnet sich ferner durch eine Reduzierung der verlegten Leitungen sowie der Verbindungspunkte und damit durch eine Verminderung von Störquellen aus. Das Bediengerät besitzt eine integrierte LWL-Schnittstelle mit der qualitativen Überwachung der Übertragungsstrecke. Neben der einfachen Installation überzeugt die LWL-Technologie durch hohe Störsicherheit in elektromagnetisch belasteter Umgebung, wie sie insbesonders im Rohbau vorzufinden ist. Zur genauen Qualitätsbewertung der Übertragungsstrecke bestimmt Interbus die Leitungslänge des LWL-Kabels selbständig und bewertet diese Information in Relation zur geregelten Sendeleistung. Bei einer Alterung der Faser oder Verschmutzung der Leitung wird die Sendeleistung automatisch verstärkt. Erreicht der Grad der Verschmutzung ein Ausmaß, das die einwandfreie Kommunikation auf lange Sicht nicht zuläßt, generiert das Interbus-System eine Fehlermeldung auf dem Display der Steuerung sowie des Touch Panels. Durch die eindeutige und ortsgenaue Lokalisierung der Schwachstelle können Präventivmaßnahmen eingeleitet werden, bevor es zum Ausfall der Maschine kommt.

Rundum Zufriedenheit

Die Leistungsfähigkeit der HMI-Geräte der Sütron Electronic GmbH sowie des Interbus-Systems haben sowohl So-Con als auch Volkswagen Belgien überzeugt. Neben der einfachen Bedienung spricht die umfassende Betreuung sowohl für die Sütron-Geräte als auch für Interbus. Für applikationsspezifische Fragen stehen z. B. eine kostenfreie Hotline und bei den Touch Panels eine kontextsensitive Hilfefunktion in der Software zur Verfügung.

Erschienen in Ausgabe: 03/2005