Stefan Reuther

Finale

Durch die Erweiterung der Copa-Data-Geschäftsleitung ist Reuther seit Jahresanfang für die Vertriebs- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens verantwortlich. Im exklusiven Interview mit automation sprach er über aktuelle Entwicklungen.

03. April 2017
»Zenon ist heute schon eine umfangreiche Connectivity-Plattform und bietet direkte Kommunikation mit allen gängigen Hardwareanbietern.« Stefan Reuther, Copa-Data Stefan Reuther Der 37-jährige ist Chief Sales Officer (CSO) beim Automatisierungsunternehmen Copa-Data in Salzburg.
Bild 1: Stefan Reuther (»Zenon ist heute schon eine umfangreiche Connectivity-Plattform und bietet direkte Kommunikation mit allen gängigen Hardwareanbietern.« Stefan Reuther, Copa-Data Stefan Reuther Der 37-jährige ist Chief Sales Officer (CSO) beim Automatisierungsunternehmen Copa-Data in Salzburg.)

Herr Reuther, im Kontext von Industrie 4.0 und Industrial IoT sehen Sie große Wachstumschancen auf Basis der von Ihnen ent-wickelten Software-Systeme. Würden Sie das für uns bitte präzisieren?

Unser Know-how und unsere Kundennähe sind bedeutende Erfolgsfaktoren. Schon heute sind wir in der Lage, unseren Kunden Konzepte zu liefern, die ihnen bei vielen Herausforderungen helfen. Mit uns können sie die Effizienz in ihrer Produktion steigern, den Energieverbrauch optimieren und aus den anfallenden Daten mit dem Zenon Analyzer wertvolle Entscheidungsgrundlagen ziehen. Im Infrastrukturbereich bieten wir umfassende Lösungen – vom Kraftwerk bis zum Smart Grid. Zenon ist einfach in die bestehende Infrastruktur integrierbar und erfüllt mühelos internationale Standards, dank spezifischer Treiber und zahlreicher Sicherheitsfeatures. Um den Dialog mit unseren Kunden zu fördern, braucht es natürlich auch die räumliche Nähe. Fixer Bestandteil der Wachstumsstrategie ist daher der gezielte Ausbau unserer Standorte, die Vertiefung der Geschäftsbeziehung mit existierenden Partnern und der weitere Ausbau der Copa-Data-Partner-Community.

Was werden künftige Versionen von Zenon leisten können?

Zenon ist schon heute eine umfangreiche Connectivity-Plattform und bietet direkte Kommunikation mit allen gängigen Hardwareanbietern. Dieses Merkmal bauen wir weiter in alle Richtungen aus, ob als vertikale Integration in Richtung Cloud oder ERP, aber auch horizontal, zum Beispiel als M2M-Interface. Dazu kommen Lösungen für Embedded-Plattformen auf Feldebene und überlagerte Reporting- und Production-Intelligence-Anwendungen. Im Engineering begegnen wir der Herausforderung von immer größer werdenden Applikationen und der automatisierten Projektgenerierung. Bei all der strategischen Produkt-entwicklung haben wir aber immer auch ein Ohr nah am Kunden, um auf tagesaktuelle Anforderungen rasch reagieren zu können. Eine dieser Entwicklungen ist etwa der ›Prozess Rekorder‹, welcher vergangene Ereignisse direkt in der Applikation wiedergibt. Das funktioniert dann in etwa so wie ein Videorekorder, wo man zurückspult und sich einen Fehlerfall nochmal ansehen kann.

Sehen Sie sich mehr in der IT oder Automatisierung zu Hause?

Das lässt sich so einfach nicht mehr beantworten. Klassisch kommen wir zwar aus der Automatisierung, die Bereiche wachsen aber deutlich zusammen. Nehmen Sie beispielsweise das Thema Industrial Security: Das ist ganz klar von der IT besetzt, aber wir tragen dem natürlich Rechnung, indem wir an Sicherheitskonzepten, Verschlüsselung und Hardening an unserer Software aber auch an Kundenapplikationen arbeiten.

Auf der Hannover Messe 2017 steht das Thema IoT im Mittelpunkt. Was werden Sie den Besuchern präsentieren?

Im Mittelpunkt steht dieses Jahr eine Predictive-Maintenance-Anwendung, die in Zusammenarbeit mit KHS und Microsoft entstanden ist. Wir werden diese Applikation auf Basis von Zenon gemeinsam mit unseren Partnern auf dem Messestand von Microsoft live zeigen.

Erschienen in Ausgabe: 02/2017