Die IoT-Starterkits ermöglichen es Anwendern, ohne große Investitionen in die IoT-Welt einzusteigen und dort Erfahrungen mit einer kompletten End-to-End-Lösung zu sammeln. Auf einfachem Weg lassen sich eigene IoT-Use-Cases entwickeln und erste Schritte in die Welt des IoT vornehmen – und das für eine Investition von 359 Euro. Anwender nähern sich mit dem Starterkit der IoT-Thematik an und legen den Grundstein für spätere Erweiterungen. IT-Mitarbeiter lernen einen einfachen Weg kennen, die letzte Meile zu überbrücken. SPS-Techniker haben eine einfache Möglichkeit, die Produktionsdaten für die IT-Welt zu übermitteln.

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Das OTGuard-Gateway im Starterkit hat einen digitalen Eingang mit Alarming-Funktion und bietet zwei serielle Schnittstellen für Modbus RTU (RS-485) und RS-232 sowie einen WiFi-Anschluss. Das integrierte Mobilfunkmodul mit Antenne dient der abgesicherten Übertragung der Daten von sowie zur Zentrale über LTE.

Um die Anschlussmöglichkeiten zu erweitern, enthält das Starterkit neben dem OTGuard ein Erweiterungsmodul für zusätzliche E/As. Dieses E/A-Modul verfügt über drei analoge Eingänge sowie fünf digitale Ausgänge. Mit dieser Kombination können viele typische Aufgaben problemlos realisiert werden. Das Gateway lässt sich probehalber an die Sensorik vorhandener Maschinen und Anlagen anschließen und es können Produktionsdaten für die IT-Ebene aufbereitet werden.

Drei verschiedene Programmiermöglichkeiten

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Im Starterkit sind drei verschiedene Programmiermöglichkeiten vorgesehen, die über den LAN-Anschluss oder das integrierte WiFi verbunden werden. Die Web-TiLa als integrierte Konfigurationssoftware mit einer einfachen grafischen Oberfläche dient der Inbetriebnahme und der Konfiguration der Signale und Eingänge. Über den Windows-Tool-Browser TiLa lassen sich die gesammelten Daten strukturieren. Hiermit werden die einfachen Konfigurationsarbeiten erledigt und zum Beispiel die Beziehungslisten zugewiesen. Für komplexere Arbeiten ist die XML-basierte Konfigurations- und Programmierungssoftware TiCo gedacht. Auf einem USB-Stick sind sämtliche Konfigurationsprogramme und die komplette Dokumentation enthalten. Das Starterkit enthält darüber hinaus einen auf ein Jahr limitierten kostenlosen Cloud-Zugriff sowie eine, in der Funktionalität etwas eingeschränkte Version einer kompletten Dashboard-Visualisierungssoftware. Kommuniziert wird über einen VPN-Tunnel.

Der Zugriff auf die Cloud und das Gateway zur Konfiguration ist per Smartphone möglich. Aufgrund der OPC-UA- und MQTT-Schnittstellen können von den Anwendern aber auch andere Cloud-Lösungen, beispielsweise Azure oder IBM Cloud, genutzt werden. Während des Automatisierungstreffs veranstaltet FP InovoLabs in der Kongresshalle Böblingen den Workshop »Einstieg in die IoT-Technologie«. Hier erfahren die Teilnehmer die Umsetzung für ihren Einstieg in die digitale Zukunft.