Stark trotz Staub

WEG hat seine neue M-Mining-Reihe von Schleifringläufermotoren für die Bergbau- und Zementindustrie vorgestellt. Sie zeichnen sich unter anderem durch starke Leistung und hohe Anlaufdrehmomente aus.

26. November 2019
Stark trotz Staub
Die robuste M-Mining-Reihe ist für staubige Umgebungen im Erz- oder Zementsegment konzipiert. Varianten sind mit Kohlebürsten-Abhebevorrichtung oder dauerhaft aufliegenden Bürsten erhältlich. (Bild: WEG)

Verfügbar in den Baugrößen IEC 355 bis 1.000 decken die neuen M-Mining-Schleifringläufermotoren einen Leistungsbereich von 250 bis 10.000 Kilowatt bei Frequenzen von 50 oder 60 Hertz ab. Die 4– bis 14-poligen Dreiphaseninduktionsmotoren sind für Spannungen bis 13.800 Volt ausgelegt.

Die Reihe ist für staubige Umgebungen im Erz- oder Zementsegment konzipiert. Somit sind die Schleifringläufermotoren in den Bereichen Bergbau und Zement für Mühlen, Brecher, Ventilatoren, Abluftventilatoren, Förderbänder, Zentrifugen und andere Anwendungen geeignet.

„Ihre Leistungsfähigkeit und die robusten Eigenschaften machen die neue M-Mining-Reihe mit ihrer hohen Schutzart, einem Gehäuse aus Stahl und zwei unterschiedlichen Bürstensystemen zur hervorragenden Wahl für Anwendungen in der Bergbau- und Zementindustrie“, erklärt Andreas Schulte Mesum, Director European High Voltage Solutions bei WEG in Deutschland. „Das Design wurde mit speziellen elektromechanischen Eigenschaften entwickelt, welches eine lange Lebensdauer und hohe Standfestigkeit bietet.“

Durch ihre Rotorwicklungen können Schleifringläufermotoren hohe Anlaufdrehmomente in Kombination mit niedrigen Einschaltströmen erreichen. Die neue Reihe verfügt über einen neu gestalteten Schleifringraum, der durch eine transparente Sichtöffnung einsehbar und erreichbar ist. Optional kann in Kombination mit einem integrierten, angebauten Bedienfeld eine vereinfachte Inbetriebnahme durchgeführt werden.

Die Motorenreihe ist in Varianten mit einer Kohlebürsten-Abhebevorrichtung und mit dauerhaft aufliegenden Bürsten erhältlich. Jede Variante hat je nach Anwendungsfall spezielle Vorteile, so der Hersteller. Bei der Kohlebürsten-Abhebevorrichtung wurde etwa der Bürstenhubmechanismus überarbeitet, wodurch er noch einfacher zu warten ist. Durch eingesetzte Druckfedern wird zudem der Bürstenverschleiß reduziert.

Das dauerhaft aufliegende Bürstensystem bietet mit seinem Design und neuer Isolationsanordnung andere Vorteile: So ist beispielsweise das Kühlsystem des Bürstenraums unabhängig vom Motorkühlungssystem, was den Wirkungsgrad weiter erhöht. Außerdem besitzen die Bürsten laut Unternehmen eine verlängerte Lebensdauer der Bürsten. Ferner ist der Zugang zum Bürstenbereich in dieser Variante deutlich einfacher für den Anwender gestaltet.

Die M-Mining-Motoren sind in der Schutzart IP55 bis zu IP66 erhältlich. Zudem sind sie durch WEG-Lacke geschützt, die den Betrieb in abrasiven und feuchten Umgebungen mit Schwefeldioxid-Anteilen in der Luft ermöglichen.

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