Stählerner Robot-Riese

Wittmann hat seine WX-Robot-Baureihe um ein komplett neues Modell erweitert. Der WX193 ist für Anwendungen mit sehr großen Teilen konzipiert. Um diese herzustellen sind Spritzgießmaschinen mit Schließkräften von 4.000 Tonnen und mehr im Einsatz.

17. Juni 2019
Stählerner Robot-Riese
Wittmann WX193 Roboter – der erste seiner Art – während Installationsarbeiten im April 2019. (Bild: Wittmann)

In der Standardkonfiguration bewältigt der WX193 eine Traglast von bis zu 150 kg. In dieser Konfiguration kommt eine zusätzliche Servo-C-Schwenkachse zum Einsatz.

Im Gegensatz zu den klassischen pneumatischen Schwenkachsen, welche für viele Roboter den Standard darstellen und eine 90-Grad-Schwenkbewegung erlauben, hat sich Wittmann für die Servo-Variante entschieden. Diese offeriert einen Schwenkbereich von null bis180 Grad, 250 Newtonmeter Drehmoment und eine Genauigkeit von 0,1 Grad.

Um die gigantischen Hübe und das hohe Traggewicht verwindungsfrei über den gesamten Arbeitsbereich zu bewältigen, ist die stählerne Z-Achse als dickwandiges Doppelprofil mit einem Querschnitt von 700 mal 400 Millimeter ausgeführt, wie das Unternehmen mitteilt. Auch alle anderen Achsen würden beim WX193 aus Stahlkomponenten bestehen, um höchste Steifigkeit zu gewährleisten.

Die einzelnen linearen Hauptachsen sind in diversen Längen verfügbar und lassen sich an die jeweilige Anwendung beziehungsweise Spritzgießmaschine anpassen. Die X-Achse erreicht Dimensionen von 2.000 bis 3.000 Millimeter, die Y-Achse 2.800 bis 3.600 Millimeter und die Z-Achse 5.000 bis 9.000 Millimetern.

Bei den Antrieben setzt Wittmann zum einen auf die Kombination von Zahnstange und Ritzel bei allen Horizontalachsen in Verwendung. Zum anderen setzt das Unternehmen auf kombinierten Riemen- und Zahnstangenantrieb bei einem Vertikalteleskop. Weitere optionale Drehachsen wie B-Servo-Rotation um die Vertikalachse und A-Servo-Rotation um die Entnahmeachse können zusätzlich eingebaut werden.

Der neue WX193 Roboter wird standardmäßig mit der neuesten Version der intern verbauten Wittmann CNC9 Steuerung und der R9 Teachbox ausgeliefert. Die R9 greift in auf die Version R8 zurück, wobei die Features noch diverse Verfeinerungen erfahren haben.

Zum Beispiel erleichtern Im Gehäuse implentierte Step-Tasten das Positionieren des Roboters durch taktile Rückmeldung. Die Abwärtskompatibilität mit bestehenden älteren Programmversionen ist gegeben.

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