Die UL-Zertifizierung ist quasi Pflicht für die Einfuhr von Industriegütern in die USA oder nach Kanada. Ohne UL gibt es keinen Versicherungsschutz – ein hohes Geschäftsrisiko, wie Verbindungstechnik-Spezialist Hummel ausführt. Wer schon einmal mit dem amerikanischen Produkthaftungsgesetz Bekanntschaft gemacht habe, wisse, was das bedeuten kann. Sämtliche Standardserien der Kunststoff-, Metall- und EMV-Verschraubungen des Herstellers sind sowohl NEMA- als auch UL-zertifiziert.

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Im Fokus der UL-Zertifizierung steht die elektromechanische Sicherheit zum Vermeiden von Bränden und Personenschäden. Betrachtet werden Elektrogeräte, Baugruppen und auch einzelne Komponenten. Apparate- und Anlagenbauer sind deshalb gut beraten, bereits bei den eingesetzten Komponenten auf die UL-Zertifizierung zu achten, rät Hummel. Das spare Geld und Zeit, denn US-Behörden schrecken nicht davor zurück, neue oder zusätzliche Zertifizierungen zu verlangen, bevor sie den Betrieb einer Anlage genehmigen. Das letzte Wort hat ein Inspektor vor Ort. Er entscheidet darüber, ob eine Maschine in Betrieb genommen wird. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Anlagenbauer Vorteile haben, wenn sie Zertifikate für alle Komponenten und Baugruppen vorlegen können. Das erleichtert dem Inspektor seine Entscheidung.

Genau hinsehen

Nicht weniger wichtig für den Export in die USA und Kanada sind die NEMA-Schutzklassen. NEMA steht für National Electrical Manufacturers Association, die Interessenvertretung der US-amerikanischen elektrotechnischen Industrie. Das NEMA-Konzept ist bedingt vergleichbar mit den IP-Schutzklassen, erläutert der Verbindungstechnik-Spezialist. Aber Vorsicht: NEMA ist nicht gleich NEMA, warnt der Hersteller. Hinter dem Konzept verbergen sich 13 Schutzklassen völlig unterschiedlicher Ausprägung. Im Gegensatz zu den IP-Schutzklassen unterscheidet NEMA zum Beispiel zwischen Indoor- und Outdoor-Anwendungen. Anlagenbauer müssen deshalb ganz genau hinschauen, welche NEMA-Zertifizierung der Komponentenhersteller vorweisen kann.

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Ein Indoor-Zertifikat für eine Kabelverschraubung nutzt wenig, wenn die Anlage, in der die Verschraubung verbaut wird, im Freien steht. Hummel setzt deshalb bereits seit vielen Jahren konsequent auf umfassende NEMA-Zertifizierungen für Indoor- und Outdoor-Anwendungen. Schließlich ist nicht jedem Hersteller von elektrischen Geräten oder Anlagen bekannt, ob die Kunden seine Produkte in der Werkhalle oder im Freien einsetzen.