Sicher in Serie

Kistler stellt auf der Control in Stuttgart Prüfsysteme für die Testautomation und Prozessüberwachung vor. Im Bereich Testautomation werden verschiedene Systeme zur 100-Prozent-Kontrolle von Serienteilen zu sehen sein.

02. April 2019
Sicher in Serie
So klein und doch so entscheidend: Lichtschranken sichern den Erfolg hochexakter Messungen, hier: Gabellichtschranke der PMI-Serie. (Bild: Kistler Gruppe)

Bei der Reihe KVC 121 liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Prüfung von Einzelteilen, teilt das Unternehmen mit. Die Prüf- und Sortierautomaten würden sich aufgrund der hohen Durchsatzleistung vor allem für die berührungslose Prüfung von Dreh- und Press- sowie Formteilen eignen.

Als Zuführsystem dient ein klassischer Schwingförderer oder alternative moderne Zuführtechnik. Prüflinge wie etwa Kontaktstifte werden auf einer Prüfschiene mithilfe digitaler Kamera-Messtechnik geprüft und durch eine Mechanik prozesssicher sortiert.

Sie werden in der Bewegung bei definiertem Winkel an den Prüfstationen vorbeigeführt. Das modulare System kann in der Grundkonfiguration unter anderem mit bis zu vier digitalen Kameras unterschiedlicher Auflösungen erweitert werden.

Der Anlagentyp KVC 821 ist mit einem Drehteller ausgestattet und erleichtert vor allem die attributive Oberflächenprüfung sowie die präzise Prüfung vereinzelter Teile. Das Zuführsystem ist je nach Größe und Gewicht der Prüflinge integriert oder beigestellt. Es kommt optische Messtechnik mit mehrfach Bildaufnahmen („Shape from Shading“) zum Einsatz.

In allen Prüfstationen ist die Bildverarbeitungssoftware Kivision integriert. Abgesehen von allen gängigen Verfahren der bildverarbeitenden Prüftechnik bietet die Software eine Vielzahl an Tools und vorgefertigten Makros für zum Beispiel spräzise Messaufgaben oder komplexe Oberflächenprüfungen. Sie ermöglicht zudem Daten konsequent zu erfassen.

Kistler zeigt unter anderem auch Optosensoren und induktive Schalter, die beispielsweise im Stanz- und Umformprozess Vorschub-, Auswurf- und Doppelbleche kontrollieren und damit teure Werkzeugbrüche verhindern. Systeme für verschiedenste Arten von Lichtschranken – Einstrahl, Mehrstrahl, Laser, Infrarot und weitere – sorgen dafür, dass der Stanz- und Umformprozess störungsfrei abläuft.

Auch der Verschleiß von Stanzwerkzeugen lässt sich mit der Sensorik des Unternehmens überwachen. Hierzu führen Dehnungssensoren eine indirekte Kraftmessung durch. Auf Basis der Sensordaten können Taktzeiten, wenn nötig, erhöht oder gesenkt werden.

Kistler auf der Control: Halle 6, Stand 6409