Sechs Prozent plus

Der Sensor- und Automatisierungsspezialist Balluff hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2018 bekanntgegeben. Das Unternehmen steigerte den Umsatz von 459 auf 488 Millionen Euro – ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von sechs Prozent.

28. Mai 2019
Sechs Prozent plus
Die Geschäftsführer Florian Hermle, Katrin Stegmaier-Hermle und Michael Unger (von links) sind mit der Entwicklung der Balluff Gruppe im Jahr 2018 zufrieden. (Bild: Balluff GmbH)

Die Umsatzrentabilität (EBIT) bewegt sich im oberen einstelligen Bereich.

„Insgesamt war 2018 ein gutes Jahr“, sagt Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle. „Nach dem Rekordwachstum mit mehr als 21 Prozent im Jahr 2017 war uns klar, dass eine etwas ruhigere Phase kommen musste. Ein solches Tempo mehrere Jahre in Folge ist nicht nachhaltig“, führt sie weiter aus.

„Deshalb hatten wir uns für 2018 ein Wachstum im hohen einstelligen, knapp zwei-stelligen Bereich vorgenommen. Dieses Ziel haben wir auch auf fast allen Märkten erreicht.“ Dass es am Ende sechs Prozent geworden seien, liege an den amerikanischen Märkten, die hinter den Erwartungen zurückblieben.

In das aktuelle Jahr ist das Unternehmen verhalten optimistisch gestartet. Die Gruppe plant laut Stegmaier-Hermle ein Wachstum auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2018. „Das ist angesichts der wachsenden Unsicherheiten auf den Märkten ein ambitioniertes Ziel.“

Viele Branchen hätten nach wie vor einen hohen Bedarf an Automatisierungslösungen. Trotzdem sei auch spürbar, dass die Kunden vor allem im Automotive-Bereich und im Maschinenbau angesichts der globalen Entwicklung aktuell eher vorsichtig agieren.

„Auch wenn die aktuelle Lage nicht auf ein weiteres Rekordjahr schließen lässt, sind wir davon überzeugt, dass wir uns mittel- und langfristig in einer absoluten Zukunftsbranche bewegen“, ergänzt Balluff Geschäftsführer Michael Unger.

„Mit unseren Produkten und Lösungen werden wir in Zukunft nicht nur von Industrie 4.0 und IIoT profitieren, sondern gestalten die Entwicklungen aktiv mit.“ Deshalb habe man auch das Produkt- und Lösungsportfolio durch gezielte Verstärkung in den Bereichen kamerabasierte Sensorik (Machine Vision) und Software weiter ausgebaut.

„Den allermeisten Kunden können wir damit ein Komplettpaket für die sensorbasierte Automatisierung anbieten“, sagt Geschäftsführer Florian Hermle.

Die etwas geringere Wachstumsdynamik im vergangenen Jahr hat Balluff nach Ungers Worten dazu genutzt, das Unternehmen strukturell neu auszurichten. Um sich zukunftsorientiert aufzustellen, wurde im vergangenen Jahr eine Struktur nach drei Fokus-Industrien eingerichtet, die die bislang an Technologien und Produktgruppen orientierte Organisation abgelöst hat.