Das Unternehmen SHK, Unterschneidheim, hat nun einen Drehmomentschlüssel- Prüfstand entwickelt, der diese Systemfehler nicht aufweist. Bei dieser neuen Prüfanlage ist der Schlüssel schwimmend gelagert. Das Meßergebnis wird aufgrund vorhandener Querkräfte nicht verfälscht. Der installierte DMS- Meßwertaufnehmer wird während der Prüfzyklen allein mit dem Drehmoment beaufschlagt und nicht mit irgendwelchen zusätzlichen Axial- oder Radialkräften. Die Prüfkraft leitet das Gerät direkt am Hebelarm des Drehmomentschlüssels ein, wie es in der Praxis eben üblich ist: dort, wo der Werker im Betrieb seine Hand hat. Der Gesamtmeßfehler über den kompletten Momentenbereich eines Drehmomentschlüssels, beispielsweise von 20 bis 100 Newtonmeter, beträgt daher maximal 0,5 Prozent.

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Drehmoment im Rechner

Der Prüfvorgang selbst ist rechnergesteuert. Im PC lassen sich sämtliche Schlüsselnummern sowie die Meßergebnisse abspeichern. Die Datenbank-Software verwaltet alle Schlüsseldaten, die einzelnen Prüfzyklen sowie die entsprechenden Meßergebnisse. Die Meßwerte können auch nach einzelnen Kunden - internen wie externen - getrennt erfaßt werden. Prüfprotokolle lassen sich daher kundenspezifisch ausgeben. Zugriffsberechtigungen für bestimmte Personen können ebenfalls vergeben werden.

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Umfangreiche Dokumentationsmöglichkeiten runden das Bild dieses Prüfstandes ab. Darunter zählen die einzelnen Meßprotokolle, die Prüfaufkleber für den geprüften Drehmomentschlüssel sowie Erinnerungslisten und Meßprotokollisten aller Drehmomentschlüssel eines Unternehmens nach Abteilungen und Kostenstellen gegliedert. Defekte oder außerhalb der Toleranz arbeitende Schlüssel erkennt man dadurch sofort. Alle gespeicherten Daten sind an CAQ-Programme problemlos zu übermitteln. Gutes muß auch teuer sein? Die neue Prüfanlage für Drehmomentschlüssel ist kostengünstiger als manches marktübliche Gerät.-