Schweres wird leicht

Linearführungen Auf der Basis stabiler, leichter Schwerlastprofile aus Aluminium lässt sich sehr gut ein Linearsystem installieren, das schwere Lasten sicher über Kopf transportiert.

30. März 2007
Auch sehr schwere Lasten können die Lineareinheiten der neuen Baureihe D-Line von Rose und Krieger bewegen. Sie basieren auf den ebenfalls neuen Aluminium-Schwerlastprofilen. Das System bietet jeweils zwei verschiedene Führungskonzepte und Antriebsarten u
Bild 1: Schweres wird leicht (Auch sehr schwere Lasten können die Lineareinheiten der neuen Baureihe D-Line von Rose und Krieger bewegen. Sie basieren auf den ebenfalls neuen Aluminium-Schwerlastprofilen. Das System bietet jeweils zwei verschiedene Führungskonzepte und Antriebsarten u)

Nach den Aluminium-Schwerlastprofilen präsentiert Rose und Krieger mit den Lineareinheiten der Baureihe D-Line bereits die zweite Neuheit innerhalb kurzer Zeit. D-Line basiert auf den Schwerlastprofilen, die als Tragkonstruktion für die Lineareinheitenfamilie dienen. Das System besteht aus zwei verschiedenen Führungskonzepten und zwei Antriebsarten. Ein neuartiges Ausgleichselement macht dabei jegliche mechanische Profilbearbeitung überflüssig. D-Line eignet sich besonders für das Arbeiten über Kopf.

Erprobte Techniken

Die Konstrukteure von Rose und Krieger verlassen sich bei der D-Line-Serie auf erprobte Techniken wie Stahlwellen und, erstmalig für diese Baugröße, Kugelschienen als Führungssystem. Die Stahlwellen haben einen Durchmesser von 30 Millimetern und werden mit einem eigens konstruierten Halteprofil in der Nut des Schwerlastprofils befestigt. Die Profile verfügen rundum über mehrere dieser Befestigungsnuten, wodurch sich die Wellen vielfältig anordnen lassen. Je nach Belastungsart werden die Laufrolleneigenschaften der Führungsschlitten so bestmöglich ausgenutzt. Die Kugelschiene ist 35 Millimeter breit und wird ebenfalls über die Befestigungsnuten an das Trägerprofil angebunden. Für jede Belastungsart gibt es eine optimale Anordnung. Als Antriebe für den Führungsschlitten dienen entweder Zahnriemen oder Zahnstangen. Der Standardzahnriemen ist ein GT 60 mit Teilung 8, wobei auf Wunsch eine Riemenbreite bis 100 Millimeter möglich ist. Die Standardlänge für alle Lineareinheiten beträgt sechs Meter, es sind aber auch Längen bis zu zwölf Metern ohne Stoß lieferbar. Für noch größere Hübe steht die Kombination aus Führungswelle und Zahnstange bereit, die Baulängen mit Stoß bis zu 20 Metern ermöglicht. Auf Anfrage sind auch Längen bis 50 Meter möglich. Durch spezielle Ausgleichselemente für die Schlitten und Führungswagen entfällt die kostenintensive mechanische Bearbeitung der Profile.

Hohe Belastung möglich

In der horizontalen Einbaulage »erträgt« D-Line bis zu drei Tonnen Zusatzlast, bei einer Maximalgeschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde. Senkrecht lassen sich bis zu 300 Kilogramm mit maximal 1,2 Meter pro Sekunde verfahren. Die Schwerlastprofile verfügen über hohe Festigkeiten bei gleichzeitiger Gewichtsoptimierung. Antriebsmotoren und Leistungsteile für Portalsysteme können kleiner und somit kostengünstiger ausgelegt werden als bei Stahlkonstruktionen. Die gesamte Dynamik von Robotersystemen lässt sich steigern, da geringere Massen beschleunigt und abgebremst werden müssen. Dies resultiert in kurzen Taktzeiten.

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Erschienen in Ausgabe: 02/2007