Schritt zu null Fehlern

Eine neue Überwachungslösung für Fügeprozesse von Precitec ist direkt in den Schweißkopf integriert und detektiert Fehler schon während des Schweißens.

24. Mai 2010
Bild 1: Schritt zu null Fehlern
Bild 1: Schritt zu null Fehlern

Precitec hat eine neue Gesamtlösung für drahtgeführte Fügeprozesse entwickelt. Die in den Löt- und Schweißkopf „Scansonic ALO3“ voll integrierte, koaxiale Qualitätsüberwachung per Kamera benötigt keinen zusätzlichen Platz und gewährleistet eine hohe Performance. Die Nahtgeometrieüberwachung detektiert das Profil und die Lage von Kehlnähten. Diese Lösung ist laut Precitec ein entscheidender Schritt in Richtung Null-Fehler-Fertigung.

Die Messung des Profils erfolgt wenige Millimeter hinter dem Schweißpunkt. So ist nur ein minimales Überfahren des Nahtendes erforderlich, ein Taktzeitverlust tritt nicht auf. Häufige Nahtfehler wie fehlende Anbindung, Fehlpositionierungen des Drahts auf dem Ober- oder Unterblech und Spalt zwischen den Platinen erkennt und überwacht das System sicher. Zusätzlich detektiert es offene Poren ab einer Größe von 0,5 Millimetern. Die Überwachung erfolgt während des Schweißvorganges, die Fehler werden zeitgleich erfasst und ausgewertet. Anwendungsbeispiele sind das Löten von Karosseriebauteilen oder das Aluminiumschweißen mit Zusatzdraht.

Der mit der Qualitätsüberwachung ausgestattete „ALO3-Kopf“ lässt sich einfach in alle Löt- und Schweißanlagen integrieren. Auch für die Nachrüstung von bereits bestehenden Anlagen sind keine speziellen Anpassungen notwendig. Die Nahtführung erfolgt präzise und verschleißfrei direkt im Tool Center Point durch Tastbewegung des Zusatzdrahtes in lateraler und vertikaler Richtung. Der Schweißpunkt folgt so problemlos kleinen Radien und 3D-Konturen. Eine stufenlos einstellbare Kraft sorgt dafür, dass der Draht an der führenden Nahtkante jederzeit sicher aufliegt.