Schnell additiv fertigen

Dohle hat einen optimierten Industrie-Extruder der ExOn-Serie vorgestellt, den Robotersysteme als Werkzeug für die additive Fertigung nutzen können. Der neue ExOn 10 Robot wird zur „K“ in Düsseldorf präsentiert.

08. Juli 2019
Schnell additiv fertigen
Leistungsfähiges Werkzeug zur additiven Fertigung, der Dohle Industrie-Extruder ExOn 10 Robot. (Bild: Herz GmbH)

Der Extruder versteht sich als Werkzeug, das sowohl in Verbindung mit einem Robotersystem als Träger Produkte im Rahmen der additiven Fertigung herstellt, als auch in Fertigungsstraßen stationär zum Einsatz kommt. Der Anwender findet damit eine Lösung, die in vorhandene Robotersysteme einzubringen ist, so das Unternehmen. Der Extruder lässt sich zudem nach wie vor in der klassischen Fügetechnik einsetzen.

Gemäß dem heutigen Anforderungsprozess in der additiven Fertigung ist er leicht und kompakt gebaut. Er verarbeitet unterschiedliche Kunststoffarten mit Granulatzuführung.

Im Rahmen der Steuerungstechnik wird das Bauteil als „eigene Achse“ in das Robotersystem eingebunden. Über Schnittstellen und entsprechende Steuer-Codes hat das Unternehmen Softwarelösungen entwickelt, die sich kommunikativ in den vorhandenen Prozess einbringen und eine komplette Vernetzung sicherstellen

Mit seinem Einsatz im freien Raum – nur begrenzt durch die Länge des Roboterarms – lassen sich Produkte aus Kunststoff nach dem FDM-Verfahren herstellen. Über die Strangablage in alle Richtungen werden so komplexe Bauteile gefertigt, mit einem Ausstoß von 0,4 bis sechs Kilogramm pro Stunde. Für den Aufbau von Teilen reichen laut dem Hersteller mit dem ExOn 10 Robot jetzt Minuten, wenn es hoch kommt wenige Stunden, um ein Bauteil additiv zu produzieren.

Mittels unterschiedlicher Düsen von zwei bis sechs Millimetern ergibt sich eine Düsengeometrie, die mit ihren Querschnitten direkten Einfluss auf die Oberflächenstruktur nimmt. Sollte die Oberfläche noch feiner oder glatt werden, können Fräswerkzeuge an einem nachgeschalteten Roboterarm die Bearbeitung durchführen.

Eine Schneidevorrichtung ermöglicht ein sicheres Stoppen und Wiederanfahren des Kunststoffstrangs. Die zum Patent angemeldete Vorrichtung unterbindet so das bisher bekannte „Nachziehen“ des Kunststoffstrangs beim Versetzen des Werkzeugs. Der Extruder kann jederzeit stoppen und sauber wieder zum Fortgang der Arbeiten ansetzen.

Der Vertrieb erfolgt für Deutschland und Österreich über Herz, in der Schweiz über BAK.

Dohle im Oktober auf der „K“ in Düsseldorf: Halle 11, Stand A25.