Schlussentwurf für ISO 14119 liegt vor

Die zuständige ISO-Arbeitsgruppe hat den Schlussentwurf für die neue ISO 14119 „Sicherheit von Maschinen – Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen“ verabschiedet.

20. Juni 2013

Die neue Norm definiert Leitsätze für die Gestaltung und Auswahl von Schutztürsystemen. Im Vergleich zur bislang geltenden EN 1088 berücksichtigt die ISO 14119 zusätzliche Technologien wie RFID oder elektromagnetisch wirkende Zuhaltungen, klassifiziert Verriegelungsschalter und regelt die Vorgaben für den Einbau von Schutzeinrichtungen klarer. Diese Regulierungen sind insbesondere im Hinblick auf den Manipulationsschutz von Schutzeinrichtungen bedeutsam.

Die ISO 14119 wird alle nationalen Normen zu diesem Thema ersetzen und weltweit Gültigkeit haben. Damit bedeutet sie auch formal einen großen Schritt nach vorne: War die alte Norm eine rein europäische, wird die neue Norm von der ISO herausgegeben. Nach Verabschiedung des Schlussentwurfs wird nun die Annahme durch ISO und CEN für das zweite Quartal 2013 erwartet. Die EN 1088 würde durch die ISO 14119 damit Mitte 2013 mit einer Übergangsfrist von 18 Monaten abgelöst.

"Maschinenbauer haben Vorteile, wenn sie ab sofort bei der Konstruktion von Schutztürsystemen auf die Konformität mit der neuen ISO 14119 achten. Der vorliegende Schlussentwurf ist dabei bereits eine verlässliche Basis ", erklärt Thomas Kramer-Wolf, Fachreferent Normen bei der Pilz GmbH & Co. KG. Das Automatisierungsunternehmen hat an der Ausarbeitung des Normenentwurfs mitgewirkt.

Mit seinen Sicherheitsschaltern und sicheren Schutztürsystemen wird Pilz den Vorgaben der neuen Norm gerecht. Damit unterstützt das Unternehmen Konstrukteure, die Schutzeinrichtungen normenkonform und zukunftssicher entwickeln.