Schaeffler hebt Umsatzprognose für 2014 an

Die Schaeffler Gruppe hat im ersten Quartal 2014 ihren Wachstumskurs eindrucksvoll fortgesetzt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 8,0 Prozent auf rund 3,0 Milliarden Euro.

02. Juni 2014

Ohne Berücksichtigung von Währungseffekten betrug das operative Wachstum der Gruppe 11,2 Prozent.

„Wir sind sehr gut in das neue Jahr gestartet. Wesentlicher Treiber der erfreulichen Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2014 war erneut unser Automotive-Geschäft”, sagte der Vorstandsvorsitzende und Finanzvorstand der Schaeffler AG, Klaus Rosenfeld. Der Umsatz in der Sparte Automotive konnte um 11,3 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro gesteigert werden. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 14,4 Prozent und damit deutlich über dem Wachstum der weltweiten Fahrzeugproduktion. Der Umsatz der Sparte Industrie lag in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2014 aufgrund von negativen Währungseinflüssen mit 0,7 Prozent leicht unter dem Vorjahresquartal. Ohne Berücksichtigung von Währungseffekten stieg der Umsatz der Sparte Industrie um 3,1 Prozent.

Das höchste Umsatzwachstum verzeichnete die Region Greater China mit einer Steigerung von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gefolgt von der Region Asien/Pazifik, wo der Umsatz um 10 Prozent zunahm. Die neu geschaffenen Regionen Europa und Americas verzeichneten im Vergleich zum 1. Quartal 2013 ein Umsatzwachstum von 7 bzw. 2 Prozent.

Das operative Ergebnis (EBIT) der Schaeffler Gruppe erhöhte sich im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 59 Millionen Euro auf 414 Millionen Euro (Vorjahr: 355 Millionen Euro). Das operative Ergebnis enthält dabei einen ein-maligen positiven Ergebniseffekt aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von rd. 10 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung dieses Effektes stieg die angepasste EBIT-Marge um 0,7 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent (Vorjahr: 12,9 Prozent). Gleichzeitig verbesserte sich das Konzernergebnis im Berichtszeitraum um 149 Millionen Euro auf 382 Millionen Euro (Vorjahr: 233 Millionen Euro).

Ausgehend von dem in 2013 geleisteten Schuldenabbau und den Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzierungskosten fielen die Zinszahlungen im ersten Quartal 2014 mit 111 Millionen Euro deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 190 Millionen Euro). Aufgrund einer höheren Mittelbindung im Umlaufvermögen lag der operative Cash Flow mit 134 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 172 Millionen Euro). Die Investitionen stiegen um 34 Millionen Euro auf 155 Millionen Euro und betrafen im Wesentlichen neue Maschinenkonzepte zur Stärkung der Innovationskraft sowie den weltweiten Auf- und Ausbau von Fertigungskapazitäten. Auf dieser Basis belief sich der Free Cash Flow im ersten Quartal 2014 auf minus 19 Millionen Euro (Vorjahr: 52 Millionen Euro).

Die externen Netto-Finanzschulden (Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel ohne Gesellschafterdarlehen) erhöhten sich zum Ende des ersten Quartals 2014 gegenüber dem 31. Dezember 2013 leicht um 80 Millionen Euro auf 5,5 Milliarden Euro. Der Verschuldungsgrad, definiert als Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu angepasstem EBITDA, betrug auf dieser Basis zum 31. März 2014 unverändert 2,6.

Nach dem guten Start in das neue Jahr und dem starken Wachstum der Sparte Automotive im ersten Quartal 2014 hat die Schaeffler Gruppe die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr angehoben. Das Unternehmen geht nun davon aus, im Jahr 2014 ein Umsatzwachstum von größer 7 Prozent (vorher: 5 bis 7 Prozent) zu erzielen. Die Prognose für die operative Ergebnis-Marge (EBIT-Marge) liegt weiterhin bei 12 bis 13 Prozent.