Drucker

Sauber typisieren

Die Werma Signaltechnik GmbH fertigt über 3.500 Varianten von Signalsäulen, Leuchten, Hupen, Sirenen und Summern. Der Druck der Typenschild- sowie Verpackungsetiketten hierfür wird seit 2012 mit Cab-Druckern der Typen A4+, A2+, EOS4 und Mach4 realisiert.

18. Oktober 2017
Die Drucker lösen während des Druckens das Etikett vom Trägermaterial. Bild: cab Produkttechnik GmbH & Co KG
Bild 1: Sauber typisieren (Die Drucker lösen während des Druckens das Etikett vom Trägermaterial. Bild: cab Produkttechnik GmbH & Co KG)

Die Quote der Eigenfertigung bei Werma ist hoch. »Alle Spritzguss-, Elektronik- sowie Stanzteile, die wir für unsere Produkte benötigen, stellen wir hier im Hause her«, erklärt Klaus Marquardt, Leiter der Werma-Montage.

An den automatisierten Fertigungslinien in der Montage sind täglich bis zu 6.000 Komponenten zu kennzeichnen. Hinzu kommen diverse Handarbeitsplätze, an denen Mitarbeiter beispielsweise fertig montierte Kalotten für die modularen Signalsäulen mit einem Typenschild kennzeichnen, das Element in einen Karton verpacken und diesen etikettieren. Im Schnitt werden dabei täglich 10.000 Produkte mit einem Typenschild gekennzeichnet und die dazugehörige Verpackung etikettiert.

Verschiedene Drucker – dasselbe Ziel

Die ersten Cab-Drucker, die seit 2012 bei Werma zum Einsatz kommen, waren Geräte der Bautypen Eos4 und Mach4. Bei den Druckern der Eos-Serie handelt es sich um Kompaktgeräte, die mit vielen Funktionen großer Industriedrucker ausgestattet sind. Sie lassen sich mit Standardkomponenten ausbauen und um Funktionen erweitern. Teures Spezialequipment hinzuzukaufen ist nicht nötig.

Mach4-Drucker wiederum sind Toploader. Das heißt, Etiketten und Thermotransferfolien werden von oben zentriert in das Gerät eingelegt. Damit benötigen diese Drucker beim Öffnen des Gerätedeckels seitlich keine Fläche. Mit der Zeit und mit zunehmendem Bedarf ergänzten oder ersetzten industrielle Drucker A4+ und A2+ die Eos4-und Mach4-Modelle. Für die Geräte der Druckerreihe A+ sowie für deren Nachfolgeserie Squix bietet Cab umfangreiche Möglichkeiten zur Geräteerweiterung an, zum Beispiel Applikatoren für die automatische Etikettierung, externe Vorrichtungen zum Auf- oder Abwickeln des Etikettenmaterials, Schneidemesser zum Vereinzeln oder Stapler zum Aufschichten der Etiketten.

Die Zahlen »2« respektive »4« beim Druckertyp signalisieren die mit diesem Gerät realisierbaren Druckbreiten in der Maßeinheit Zoll. In Abhängigkeit der Druckauflösung sind mit 2-Zoll-Geräten der neuesten Industriedruckergeneration Druckbreiten bis 56,9 Millimeter möglich – prädestiniert für die Werma-Typenschilder. Bei 4-Zoll-Geräten werden Druckbreiten bis 108,4 Millimeter, etwa für die Werma-Verpackungsetiketten, erreicht.

Betrieb im Spendemodus

Die meisten der derzeit mehreren Dutzend Cab-Drucker bei Werma werden im Spendemodus betrieben. Im Gegensatz zu Druckerausführungen, die das Etikettenmaterial an der gezackten Abreißkante abtrennen, lösen Drucker mit Spendefunktion während des Druckens das Etikett vom Trägermaterial. Der Vorteil für die Werma-Mitarbeiter liegt buchstäblich auf der Hand: Sie können das Etikett einfach manuell abnehmen und direkt auf das Produkt oder die Verpackung kleben.

Robuste Geräte mit hoher Zuverlässigkeit

»In Sachen Hardware erwarten wir robuste Geräte mit hoher Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit«, sagt Klaus Frey. Er ist im Aufgabenfeld Steuerung und Logistik unter anderem verantwortlich für die Integration der Etikettendrucker in die bestehende Systemlandschaft. Die Etikettenanwendungen im Hause Werma umfassen viereckige, runde und gestanzte Materialien in verschiedenen Größen. »Im Besonderen«, so Frey, »benötigen wir für unsere Typenschilder eine hohe Auflösung für die Grafiken und bei den Verpackungsetiketten eine sehr gute Lesbarkeit der Barcodes.« Für schnellen und sicheren Zugriff der Drucker auf die Daten sorgt eine von Cab in Verbindung mit der Middleware Database Connector für Werma entwickelte Softwareanwendung. Daten können über den lokalen Server aus der Datenbank abgefragt und als Etikett gedruckt werden.

Erschienen in Ausgabe: 07/2017

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