Sauber, sauber

Antriebstechnik

Drehgeber - Wer mit seinem Fahrzeug in eine Waschanlage fährt, erwartet ein glänzendes Waschergebnis. Um dies zu gewährleisten, kommt es sehr auf die Steuerung der Waschwalzen an. Seilzug-Drehgeber-Kombinationen helfen, die richtige Position der Walze einzunehmen.

23. September 2016

Die Fahrt in die automatische Waschanlage ist für den Einen ein lieb gewordenes Ritual, für den Anderen eher ein notwendiges Übel. Doch jeder verfolgt mit aufmerksamem Blick und mancher auch leicht angespannt, wenn sich die schnell rotierenden Walzen unerbittlich um die geliebte Karosserie schließen und sich anschicken, den Konturen zu folgen. Dass dabei Kratzer oder andere Beschädigungen ausbleiben und am Ende ein optimales Waschergebnis erreicht wird, dafür sorgt unter anderem ausgereifte und robuste Sensortechnologie, wie etwa Seilzug-Drehgeber-Kombinationen von Pepperl+Fuchs in den Dachwalzen von sogenannten Portalwaschanlagen oder Autowaschstraßen.

Entscheidend für das Waschergebnis und die schonende Behandlung des Fahrzeuglacks ist in erster Linie das eingesetzte Material der Waschwalzen und -bürsten. Allerdings spielt dabei auch die möglichst exakte Führung der Walzen entlang der Karosserie eine wesentliche Rolle. Im Bereich der sich vertikal im Portal oder der Waschstraße bewegenden Dachwalzen stellen Seilzug-Drehgeber-Kombinationen adäquate Lösungen dar, um sie entlang der horizontalen Fahrzeugflächen, von der Front über die Motorhaube, Frontscheibe, Dach, Heckscheibe, Kofferraumdeckel und sogar das Heck, richtig zu positionieren. Pepperl+Fuchs bietet hierfür einen aus dem Standardportfolio stammenden, jedoch modifizierten Seilzug in Kombination mit einem magnetischen Drehgeber an.

Seilzüge haben sich für lineare Wegmessungen bewährt

Seilzug-Drehgeber-Kombinationen sind ideal für die lineare Wegmessung und das Erfassen von Positionen über große Distanzen. Sie messen mit einer direkten Verbindung zum Messobjekt, in diesem Fall zur rotierenden Dachwalze, und gegebenenfalls dem im Waschprozess nachfolgenden Gebläsebalken. Ihr Funktionsprinzip ähnelt dem des klassischen Maßbandes: Im Innern des Seilzuges wird ein hoch flexibles Stahlseil auf eine federgespannte Trommel gewickelt. Beim Herausziehen oder Aufwickeln erfasst ein Drehgeber die längenproportionale Trommeldrehung. So wird die lineare Bewegung in eine rotative Bewegung, respektive ein proportionales Ausgangssignal umgewandelt. Einer der entscheidenden Vorteile dieser nun schon seit Jahrzehnten bewährten Technologie ist, dass sie problemlos auch in rauen Umgebungen eingesetzt werden kann. Auch die Applikation in Autowaschanlagen stellt diesbezüglich besondere Anforderungen.

Pepperl+Fuchs setzt für diese Anwendung die ECN10TL-Seilzüge aus der sogenannten Target Line ein. Mit ihrer soliden, sehr flachen Gehäusebauform und ihrer zugleich sehr gewichtsarmen Kunststoffkonstruktion sind sie für solche, aus rein technischer Sicht vergleichsweise einfachen Einsatzbereiche, ideal geeignet. Mit vielfältigen Befestigungsmöglichkeiten lassen sich die ECN10TL flexibel in jede Umgebung montieren. Aufgrund der anspruchsvollen Umgebungsbedingungen innerhalb der Waschanlagen, mit starker Belastung durch Temperaturen, Feuchtigkeit und Waschmittel, stattet Pepperl+ Fuchs diese Seilzüge mit einer eloxierten Seilzugtrommel aus. Darüber hinaus wird ein mit Kunststoff ummanteltes Stahlseil verwendet. Dies verhindert Korrosion im Seilzug und vermeidet Störungen im Waschprozess oder gar Beschädigungen an Fahrzeugen.

Mehr Platz ohne Kupplung

Ebenfalls vorteilhaft in Bezug auf die letztlich kompakte Bauform und die Zuverlässigkeit der Seilzug-Drehgeber-Kombination ist die kupplungsfreie Adaption des Drehgebers. Sie ist platzsparend und erlaubt eine exakte Informationsrückführung. Auch die Drehgeber selbst, bei denen es sich um sogenannte magnetische Drehgeber handelt, sind prädestiniert für den Einsatz in rauer Umgebung. Magnetische Drehgeber haben den Vorteil, dass es sich bei ihrem Abtastprinzip um eine berührungslose Technologie handelt. Es entsteht kein Verschleiß und somit auch kein Wartungs- oder Serviceaufwand. Sie bleiben von Umwelteinwirkungen wie hier von Feuchtigkeit und Waschmitteln, aber auch von Temperaturen, Staub, Schmutz, Erschütterungen, Vibrationen und so weiter unbeeinflusst und liefern stets zuverlässige Messwerte, sprich Positionsdaten, in Autowasch-anlagen.

Drehgeber-Technik für anspruchsvolle Einsätze

Pepperl+Fuchs hat diese Drehgeber-Technologie dahingehend weiterentwickelt, dass damit nun auch sehr hohe Genauigkeiten von

Was dem Fahrzeugbesitzer während dem Waschvorgang allenfalls an Sensorik auffällt, sind seitlich die kleinen roten Lichter der Lichtschranken, mit denen die Fahrzeugkonturen erkannt werden. Dabei handelt es sich in der Regel um optische Standardsensoren in Form von Einweg- oder Reflexionslichtschranken bzw. -Lichttaster, wie sie Pepperl+Fuchs ebenfalls in unterschiedlichen Ausführungen anbietet. Ansonsten gilt die Aufmerksamkeit einzig dem Fahrzeug, das nun wieder sauber ist und glänzt.

Erschienen in Ausgabe: 05/2016