Raum für Wachstum

Mit dem Kauf des Werks von Magna Powertrain im Gewerbegebiet Hückeswagen Winterhagen stellt Pflitsch auch räumlich die Weichen auf Zukunft. Das Unternehmen will hier ein Kompetenzzentrum für seinen Kabelkanal-Produktbereich realisieren.

30. Oktober 2018
Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter von Pflitsch Mathias Stendtke (l.) und Roland Lenzing vor dem neuen Gebäude, in dem der erfolgreiche Mittelständler sein Kompetenzzentrum für Kabelkanäle realisieren will. © Pflitsch
Bild 1: Raum für Wachstum (Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter von Pflitsch Mathias Stendtke (l.) und Roland Lenzing vor dem neuen Gebäude, in dem der erfolgreiche Mittelständler sein Kompetenzzentrum für Kabelkanäle realisieren will. © Pflitsch)

„Auf unserem Firmengelände am Mühlenweg könnten wir unser aktuelles Wachstum nur noch etwa ein bis zwei Jahre stemmen“, sagen Roland Lenzing und Mathias Stendtke, die als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen in der 4. Generation leiten.

 

Während der Standort nahe der Wupperschleife bereits mit dem neuen automatischen Kleinteilelager für die Expansion des Produktbereichs Kabelverschraubung vorbereitet ist, schaffe der neue Standort perfekte Rahmenbedingungen für den ebenfalls stark wachsenden Bereich Kabelkanal.

 

„Hier haben wir Platz, um Produktionsprozesse optimal zu gestalten und unsere Baugruppen-Fertigung weiter auszubauen“, so Roland Lenzing. Das sei auch angesichts der neuen, vielversprechenden Kabelkanalserie Variox mehr als notwendig.

 

„Das neue Gelände mit insgesamt circa 52.000 Quadratmeter Fläche und seiner Nähe zu unserem Firmensitz war für uns ein Entscheidungskriterium für den Erwerb“, sagt Mathias Stendtke.

 

Die Gesamtinvestition in zweistelliger Millionenhöhe sei ein klares Bekenntnis für den Standort Hückeswagen. „Die Nähe der beiden Werke macht auch eine unkomplizierte Verzahnung möglich.“

 

Zu dem Gelände zählt unter anderem auch gut 1.300 Quadratmeter neue Bürofläche. In den neuen Hallen mit fast 7.000 Quadratmeter will Pflitsch eine moderne, automatisierte Produktion aufbauen. Sie soll eigenen Angaben zufolge fertigungstechnisch wie logistisch Pluspunkte bringen und biete weitere Expansionsmöglichkeiten.

 

„In den nächsten zehn Jahren sind mit den beiden Werken Wachstumssteigerungen von über 60 Prozent erreichbar mit entsprechendem Personalzuwachs bei gleichzeitiger Kostenreduktion“, so Stendtke.

 

Die Zahlen seien nicht aus der Luft gegriffen: Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Pflitsch das ambitionierte geplante Umsatzsoll weit übertroffen. „Bis zu 900 Einzelaufträge wickeln wir derzeit täglich ab“, ergänzt Lenzing. Außerdem wachse der Bereich der Baugruppen-Fertigung überproportional.

 

Der Umzug der Kabelkanal-Sparte ist geplant für das 3. Quartal 2019 – kurz nach den Feierlichkeiten zur 100-jährigen Firmengeschichte am 1. Juli 2019.