Quasi-Standard?

SENSOREN - Geht es nach Turck, dann ist Uprox+ die Lösung für alle bekannten Probleme, die induktive Sensoren noch bereiten.

11. Mai 2005

Uprox+, die neue Generation induktiver Sensoren von Turck, könnte die Sensorfamilie für alle Applikationen werden - von der Standardanwendung bis hin zu Fällen in denen früher selbst Sondergeräte nur unbefriedigende Ergebnisse geliefert haben.

Die Sensoren haben zwei Pärchen von Sende- und Empfangsspulen. Dazu können unter Umständen noch weitere Kompensationsspulen in die Konstruktion mit einbezogen werden. Diese Weiterentwicklung des bekannten und bewährten Uprox-Prinzips, das mit einer Sendespule und zwei Empfangsspulen der »Urvater « aller Differenztrafo-Sensorsysteme ist, eröffnet neue Möglichkeiten bei der Entwicklung induktiver Sensoren. Weiterhin werden auch bei der Produktionstechnik neue Wege beschritten: Die Teilung der Sendespule in zwei unabhängige Systeme bringt die Möglichkeit der Trennung der zueinander gehörenden Sende- und Empfangsspulen-Paare. Dadurch lassen sich auf die jeweilige Sensor-Bauform optimierte Systeme konstruieren, die den jeweiligen geometrischen Gegebenheiten Rechnung tragen. Dazu kommt die Möglichkeit, Spulensysteme als auf eine Platine geprintete Leiterbahn zu fertigen. Die hochpräzise Fertigung dieser Platinenspulen bewirkt eine deutlich bessere Signalauswertung im Grenzbereich. Durch diese dreifach patentierte Weiterentwicklung werden nun nochmals höhere Schaltabstände sowie eine bisher nicht gekannte Flexibilität im Spulenaufbau erreicht. Außerdem wird der gravierendste Nachteil von Sensoren mit extrem hohem Schaltabstand, nämlich die schwierigen und in der Praxis kaum nachvollziehbaren Einbaubedingungen, bei Uprox+ Faktor 1-Sensoren vollkommen eliminiert. Konkret bedeutet das:

höchste Schaltabstände,

Reduktionsfaktor 1 auf alle Eisen- und Nichteisenmetalle,

unkomplizierter Einbau (überbündiger Einbau von bündigen Sensoren, stark verringerte Freizonen und teilbündiger Einbau bei nichtbündigen Sensoren),

Magnetfeldfestigkeit (Schweißfestigkeit),

sehr gute EMV-Eigenschaften (deutlich besser als die in Zukunft geltende EN 61000-4-6), hohe Schutzart IP68,

flexible Spulentechnologie.

Der Anwender kann bereits bei der Planung und Konstruktion einer Anlage durch die Einsparung von zusätzlichen mechanischen Anbauteilen profitieren, da die Sensoren auch teilbündig montiert werden können. Mit dem Einsatz höherer Schaltabstände sind auch größere mechanische Toleranzbereiche akzeptabel, was sich auf die Betriebssicherheit und damit die Kosten auswirkt.

Um mechanische Beschädigungen zu vermeiden, lassen sich alle bündigen Sensorvarianten auch überbündig montieren. Auch hier lassen sich also größere Toleranzen ausnutzen, ohne daß die Anlagenverfügbarkeit leidet. Bei der Installation kann durch die Vielzahl an erlaubten Montagemöglichkeiten und den Wegfall von zusätzlichen Halterungen schneller und einfacher gearbeitet werden.

Auch Konstruktionsfehler durch falsch eingeplante Sensoren lassen sich weitestgehend vermeiden, da durch die geringen Freizonen und den Vorbedämpfungsschutz kaum Einbaufehler möglich sind. So ist mit Uprox+ die Planungsfreiheit nun deutlich größer und wird nicht durch die Leistungsgrenzen der Sensorik limitiert.

Da mit einer geringen Anzahl an Uprox+ Sensoren die gesamte Applikationsbreite abgedeckt werden kann, bringen sie eine effiziente Standardisierung der eingesetzten Sensortypen mit sich. Ein Uprox+ Sensor ersetzt viele herkömmliche Sensoren, wodurch die Beschaffung und Logistik vereinfacht wird, die Typenvielfalt für den Service beim Endanwender überschaubar wird und so die Kosten reduziert werden. Auch durch den Verzicht auf kostspielige Sondervarianten kann so zusätzlich gespart werden.

Ein großer deutscher Automobilhersteller hat durch den konsequenten Einsatz dieser Technologie die Anzahl der Typen um etwa 75 Prozent reduziert - ohne bei der Leistung Einbußen machen zu müssen. Durch die moderne Spulen-Technologie kann zusätzlich auf applikationsoptimierte Sensorbauformen zurückgegriffen werden, die speziell für die Anforderungen einzelner Anwendungen konzipiert sind und ein Maximum an Effizienz ermöglichen.

Uprox+ Sensoren sind in den Bauformen M12x1, M18x1 und M30x1 sowie in den Quaderbauformen CK40/CP40 (40x40mm) und Q80 (80x80mm) erhältlich. Die Gewinderohr-Bauformen sind wahlweise in Messing verchromt, Edelstahl oder Messing teflonisiert für den Schweißbereich verfügbar. Als Anschluß steht der klassische M12x1-Steckverbinder, Kabel oder Klemmenraum zur Wahl. Die erreichbaren Schaltabstände der entsprechenden Bauformen sind abhängig vom Einbau und reichen von vier Millimetern bis hin zu 70 Millimetern.

Erschienen in Ausgabe: 01/2005