Punktgenau in Position gebracht

Um Haushaltsgeräte, Magnetspulen oder auch Kunststoffspritzgussteile mit hoher Effizienz zu fertigen, müssen Montage-, Schweiß- oder Prüfstationen miteinander verbunden sein.

13. August 2012

IEF Werner hat für diese Anforderung das modulare Posyart-System im Portfolio: Komponenten und Baugruppen werden auf Werkstückträgern über Transferstrecken transportiert und punktgenau für den nächsten Arbeitsschritt in Position gebracht. Anwender sparen damit Zeit und sind für wechselnde Anforderungen in der Produktion schnell gerüstet.

Werkstückträger der Größe 160 bis 400 Millimeter fördern Roh- und Halbfertigteile über die Posyart-Strecke zu den einzelnen Bearbeitungsstationen. Dort werden sie bei laufendem Band über Stopper mit integrierter Dämpfung angehalten. Die Stopper sind mittig angeordnet, was ein Verkanten der Werkstückträger in den Führungsleisten verhindert. Sensoren ermöglichen dabei die Erkennung eines Werkstückträgers auf dem Band und folglich das Auslösen der Stopper. Die Werkstückträger sind standardmäßig für die Integration von RFID-Chips vorbereitet, produktionsrelevante Informationen wie Bearbeitungsstände oder auch Prüfparameter lassen sich somit über Leseköpfe auslesen und die Wege steuern. Je nach Anwendung werden die Werkstückträger mittels Seitenpositionierung, Zentrierstation, Hub- oder Dreheinheit in die richtige Position gebracht. In der Zentriereinheit werden die Werkstückträger beispielsweise mittig platziert und anschließend dreidimensional mit einer Genauigkeit von +/- 0,05 Millimetern fixiert. Pick-and-Place-Systeme können die Teile dann mit hoher Reproduzierbarkeit vom Werkstückträger aufnehmen oder darauf ablegen. Die Hub-Kipp-Station ermöglicht zudem die Aufstellung der Werkstücke an Handarbeitsplätzen und dementsprechend ein ergonomisches Arbeiten.

Richtungswechsel lassen sich über Kurven, Weichen oder Wippen realisieren. Bei den Kurven handelt es sich um Drehteller, welche die Werkstückträger um 90 oder 180 Grad umlenken können. Sie werden besonders bei komplexen Transferstrecken eingesetzt. Müssen bei bestimmten Anwendungen Werkstückträger zum Beispiel auf Nebenstrecken geschickt werden, kann der Anwender Weichen in die Transferstrecke einbauen. Die Wipptechnik ist eine kostengünstige Variante zur Weiche, der Carrier wird dabei durch eine Wippbewegung der Querstrecke ausgeschleust.

Neben der kompletten Steuerungstechnik liefert IEF auf Wunsch auch eine komplette Leitstandslösung mit. Außerdem stehen weitere vielfältige Komponenten für individuelle Problemlösungen zur Verfügung. Die passive Bandabsenkung kommt beispielsweise bei Füge- oder Pressprozessen zum Einsatz und verhindert das Einklemmen des Flachriemens zwischen Gurtbandauflage und Werkstückträger bei vertikaler Krafteinwirkung. Alle Komponenten können durch Schwalbenschwanzklemmungen an jeder beliebigen Stelle befestigt und somit auch nachträglich ohne großen Aufwand eingebaut werden.

Das Posyart-Band ist antistatisch und aus standardisierten Elementen modular aufgebaut. Zum Einsatz kommen umlaufende Flach- oder Zahnriemenbänder. Diese sind vorkonfektioniert und können somit einfach gewechselt werden. Eine Transferstrecke mit Antrieb kann bis zu vier Meter lang sein. Die Fördergeschwindigkeiten betragen sechs, acht, 13 oder 16 Meter pro Minute. Mit dem Posyart-System kann der Anwender für seine individuelle Prozesskette einfache und verzweigte Transferstrecken wirtschaftlich umsetzen. Die Bauhöhe der Strecken lässt sich dabei variabel über Stützfüße oder Standardgestelle realisieren. Ein Karree ist ebenso denkbar wie der platzsparende Etagenaufbau. Das Umsetzen der Werkstückträger auf eine andere Ebene erfolgt bei der Etagenbauweise mittels Hublift.

Das Standardsystem lässt sich in jeder Branche und für jedes Werkstück einsetzen. Werden die zulässigen Werte wie Größe oder Gewicht der Werkstücke überschritten, bietet das erfahrene Team von IEF Werner Sonderlösungen an und unterstützt Kunden bei der Projektierung und Lösungsfindung. Alle Komponenten sind auch separat erhältlich, wichtige Verschleißteile sind ständig auf Lager und somit sofort verfügbar. Der Anwender kann diese mit wenigen Handgriffen selbst austauschen. Beispielsweise lassen sich die Antriebsriemen der Weichen innerhalb einer Minute durch Herausheben der Hubeinheit oder Wechseln des kompletten Einschubes ersetzen.