Prozessoptimierung mit Wärmebildkamera

Raytek erweitert Thermoview-Pi20-System

19. Januar 2012

Raytek erweitert sein Programm zur Prozessüberwachung per Wärmebildkamera um zwei neue Kameramodelle, ein Schutzgehäuse für den Auße-bereich und ein Software-Entwicklungs-Kit auf Basis von C++. Das robuste System zur kontinuierlichen berührungslosen Temperaturmessung bewegter und unbewegter Objekte wird damit noch flexibler. Thermoview-Pi20-Kameras sind in zwei Modellen für Temperaturbereiche von -40 bis 500 °C und von 200 bis 2.000 °C erhältlich. Für jede Variante stehen drei Objektive zur Auswahl, 21,7° x 16°, 30° x 22° und, jetzt neu, 45,2° x 33,7°. Bei einer Übertragungsrate von bis zu 30 Bildern pro Sekunde mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln liefert das bedienfreundliche Kamerasystem sofort verlässliche Daten, und das ohne die für viele Prozessüberwachungssysteme typische lange Lernkurve.

Dies ermöglicht verkürzte Anlaufzeiten und verringert die Kosten der Produktionsumstellung. Mit Hilfe der Software Datatemp Pi lassen sich bis zu 64 Messfelder (AOIs = Areas of Interest) konfigurieren. Das System identifiziert Temperaturabweichungen, sendet Alarmmeldungen und dokumentiert den Verlauf. Die Prozesskosten können so drastisch reduziert werden, da z.B. die Heizleistung gezielt gesteuert werden kann.

Das erweiterte Thermoview-Pi20-System ermöglicht die Temperaturüberwachung von feuerfesten Hochöfen, in der Halbleiter- und Solarindustrie, bei der Glasproduktion, Kunststoff-herstellung, Automobilbau, Baustoffindustrie und in der Lebensmittelbranche sowie petrochemischen Industrie. Anwender können mittels der Software-Entwicklungs-Kits auf Basis von Labview und – neu – C++ eigene Lösungen für praktisch jede Anwendung entwickeln. So schließen zum Beispiel kundenspezifische Applikationen von Raytek die Prüfung von Solarmodulen und die Brandherdüberwachung bei der Tabaktrocknung ein. Zusätzlich bietet Raytek ein umfassendes Zubehörprogramm für die sichere und bequeme Montage und Netzwerkanbindung per Standard-Ethernet. Über Glasfaserkabel ist eine Vernetzung über lange Distanzen möglich, sodass sich die Prozessüberwachung mit geringerem Installationsaufwand kostengünstig umsetzen lässt.