Platz Elf für Indien

Der Absatz von Industrieroboter ist in Indien 2018 gegenüber dem Vorjahr um 39 Prozent gewachsen und liegt bei 4.771 neu installierten Einheiten. Im IFR-Ranking liegt das Land bei den jährlichen Installationen weltweit auf Platz elf.

07. November 2019
Industrial robots working on a production line
Das Automatisierungspotenzial in Indien ist hoch, die Roboterdichte in der Automobilindustrie liegt 2018 bei 99 Industrierobotern pro 10.000 Mitarbeitern. (Bild: Mopic/stock.adobe.com)

Dies sind Ergebnisse des statistischen Jahrbuchs World Robotics 2019, das von der International Federation of Robotics (IFR) vorgestellt wurde. Bei den jährlichen Installationen liegt Indien auf dem elften Platz der globalen Nachfrage – drei Plätze besser als im vergangenen Jahr und damit vor Singapur, Kanada und Thailand. Der Betriebsbestand an Robotern stieg auf rund 23.000 Einheiten: plus 21 Prozent gegenüber 2017.

Das Automatisierungspotenzial des Landes zeigt sich an der noch sehr niedrigen Roboterdichte in der Automobilindustrie, so der Verband: 99 Industrieroboter pro 10.000 Mitarbeiter sind weniger als ein Viertel der indonesischen Quote (440 Einheiten) und weit weg von China (732 Einheiten) und dem Spitzenreiter Korea (2.589). In der Fertigungsindustrie erreicht Indiens Roboterdichte nur einen Wert von vier Industrierobotern pro 10.000 Mitarbeiter.

»Indien ist eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften unter den Schwellenländern Asiens«, sagt Junji Tsuda, Präsident der International Federation of Robotics. »Während die jüngsten globalen Absatzergebnisse recht moderat ausfielen, verzeichnete Indien 2018 eine beeindruckende Wachstumsrate von 39 Prozent. Die Anzahl der Roboterinstallationen steigt seit einigen Jahren rasant. Zwischen 2013 und 2018 lag die durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate in Indien bei 20 Prozent.«

Die Aussichten für weiter steigende Roboterinstallationen sind vielversprechend, so der Verband. Das indische Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2019 Prognosen zufolge um mehr als sieben Prozent wachsen und Unternehmen vieler Branchen planen, ihre Kapazitäten zu erweitern.

Die Automobilindustrie bleibt mit einem Anteil von 44 Prozent an den Gesamtinstallationen die mit Abstand größte Kundenbranche. Der stärkste Wachstumstreiber im Jahr 2018 war jedoch das allgemeine Industrie-Segment (General Industry) mit einem Plus von 28 Prozent, bestehend aus der Gummi- und Kunststoffindustrie, der Metallindustrie und der Elektro-/Elektronikindustrie. Der Robotereinsatz in der Nicht-Automobilfertigung schließt zum Automobilsektor auf, so der Verband.

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