Per Mausklick zum passenden Sensor

Fertigungsautoamtion

Produktberatungstool - Mit Industrie 4.0 verbinden die meisten ausschließlich technische Innovation. Dabei geht es bei der vierten industriellen Revolution im Kern um die Vereinfachung von Prozessen. Vor diesem Hintergrund hat der Sensorik-Anbieter Autosen ein Produktberatungstool entwickelt, das die Auswahl des Sensors für Anwender stark vereinfacht und damit die individuelle Kundensicht in den Mittelpunkt des digitalen Vertriebes rückt.

31. August 2015

Seit 2011 vertreibt Autosen Positionssensorik über die Plattform autosen.com. Das Unternehmen hat sich als Schnittstelle zwischen Hersteller und Anwender positioniert und verfolgt Ansätze, die für die Branche eher unüblich sind. Dazu gehört unter anderem die praxisgerechte Herangehensweise, mit der die Produkte dem Kunden präsentiert werden. Das interaktive Produktberatungstool ist hier die aktuellste Neuerung. Statt über technische Daten erfolgt die Auswahl eines Sensors über die Anwendung.

Step by Step führt das Tool den Nutzer durch Beschreibungen und Darstellungen der zur Auswahl stehenden Sensoren. Dabei werden zum Beispiel der Einsatzbereich oder die Umgebung abgefragt. Der Kunde soll den Sensor, den er benötigt, schnell und einfach finden. Die intuitive Navigation macht die Funktion auch ohne tiefergehende Kenntnisse der technischen Details selbsterklärend.

Offenbar hat Autosen mit der neuen Anwendung die Kundensicht erfolgreich in seinen digitalen Verkaufsprozess übertragen. Denn Philipp Boehmert, Handlungsbevollmächtigter und Gesamtverantwortlicher für die Bereiche Marketing und Vertrieb, sagt: »Der Erfolg gibt uns recht. Es gibt nahezu keine Fehlbestellungen und Retouren.« Doch nicht nur beim Verkaufsprozess setzt Autosen auf einfache Lösungen: Das Sortiment aus optischen und induktiven Sensoren ist überschaubar, dafür aber praxisgerecht. Es werden nur die Sensoren angeboten, die der Kunde wirklich braucht. »Damit heben wir uns von der Branche ab, denn in der Zuliefererindustrie gilt ständige Sortimentserweiterung vermeintlich als Erfolgsgarant«, betont Boehmert.

Einfach konzipiert

Technische Innovationen mögen für den Entwickler gerade im Kontext von Industrie 4.0 zukunftsweisend sein. Aus Kundensicht machen sie aber oft vieles komplizierter, weil sie für den aktuellen Bedarf keine Rolle spielen. Auch bei der Bedienbarkeit der einzelnen Produkte will Autosen den täglichen Anforderungen seiner Anwender möglichst gerecht werden. Deswegen sind die Sensoren einfach konzipiert.

In der Fördertechnik und Robotik sind Sensoren für den reibungslosen Ablauf von automatisierten Prozessen unverzichtbar. Deswegen müssen sie im täglichen Produktionsablauf für den Anwender schnell bedienbar und austauschbar sein. Doch Schnelligkeit und Bedienbarkeit sind nicht alles. Autosen zeichnet sich auch durch ein umfassendes Qualitätsmanagement aus. Immerhin muss der erste Online-Anbieter in der Branche von der Zuverlässigkeit seiner Produkte überzeugen. Potenzielle Neukunden begegnen dem Vertriebskanal Internet teilweise noch mit Skepsis. »Dieser kann man nur mit einer konsequenten Qualitätsstrategie vom Produkt bis zur Lieferung begegnen«, so Boehmert.

Die hohe Quote der Wiederbestellungen scheint das Konzept zu bestätigen. Dazu gehören viele kleine bis mittlere Unternehmen, die vom flexiblen Rabattsystem profitieren: Statt vertraglich festgelegter Mengen- und Preisstaffeln, wie sie große Unternehmen oft mit ihren Zulieferern vereinbaren, gibt es am Ende des Jahres eine Rückvergütung für Großabnehmer. »So kommen auch kleinere Unternehmen in den Genuss günstiger Preise, ohne sich vertraglich zu verpflichten«, erklärt Boehmert.

Perspektivwechsel

Neben der preislichen Flexibilität ist für den Handlungsbevollmächtigten die sogenannte Usability, wie sie im Online-Geschäft genannt wird, ein wichtiger Teil der digitalen Vertriebsabläufe. Das interaktive Produktberatungstool macht den Verkaufsprozess benutzerfreundlicher und kann die persönliche Beratung in den meisten Fällen ersetzen. Wer sich mit ihnen nicht auskennt, hat manchmal Schwierigkeiten, den richtigen Sensor zu finden.

Der Perspektivwechsel bei Autosen zeigt, dass B2C und B2B immer mehr zusammenwachsen. »Man kann im professionellen Bereich durchaus von Amazon & Co. lernen. Dieser Blick über den Tellerrand ist das, was das Konzept von Autosen auszeichnet. Wir konzentrieren uns nicht nur auf das Produkt, sondern auch auf den Weg dorthin«, verdeutlicht Boehmert abschließend.

Erschienen in Ausgabe: 05/2015