PA-Profil für Profibus

Erster Schritt für die Etablierung von Profinet in der Prozessautomatisierung abgeschlossen

17. Januar 2013

Mit der Fertigstellung der Profinet-Funktionen für die Prozessautomatisierung CiR, Redundanz und Zeitsynchronisierung und -stamping und der bereits seit einigen Jahren verfügbaren Proxy-Lösung für die Integration von beliebigen Feldbussystemen in Profinet hat PI (Profibus & Profinet International) den ersten Schritt für die Etablierung von Profinet in der Prozessautomatisierung abgeschlossen. Damit lässt sich Profinet in Kombination mit bewährten Feldbussen wie z.B. Profibus PA, Foundation Fieldbus oder Hart bereits heute in Prozessanlagen nutzen. Um die Durchgängigkeit vom Feld bis ins Leitsystem zu gewährleisten, wurde nun der Startschuss für die Umsetzung des erfolgreichen PA-Profils auf Profinet begonnen.

Ziel des Projekts ist, das PA-Profil, welches derzeit auf Profibus aufsetzt, für Feldgräte mit Profinet-Schnittstelle zugänglich zu machen, die in nicht-explosionsgeschützten Bereichen eingesetzt werden. So können Anwender in Zukunft je nach Anforderungen zwischen Profibus DP und Profinet IO wählen und von den erweiterten Diagnosemöglichkeiten und vereinfachtem Geräte-Handling profitieren.

Die nächsten Schritte bestehen in der detaillierten Erfassung der Anforderungen und der Erstellung von Use Cases. Der Start der Umsetzung der Anforderungen in die Spezifikation wird im zweiten Quartal in 2013 erwartet. Mit dem Abschluss der Spezifikationsarbeiten wird innerhalb eines Jahres nach Start der Arbeiten gerechnet.

Mit diesem Schritt hebt Profinet die Kundenfreundlichkeit auf ein neues Niveau und wird fit für die Anforderungen der Prozessautomation. Die Kombination von bewährten, innovativen und neuen Technologien bietet Anwendern einen nie da gewesenen Funktionsumfang. Über die Proxy-Lösung ist eine transparente Kommunikation zwischen Profinet und Profibus PA sichergestellt, so dass nicht nur explosionsgeschützte Bereiche über die bewährte Zweileitertechnik von Profibus PA eingebunden werden können, sondern auch weite Distanzen überbrückt und die Feldgeräte mit Energie versorgt werden können.