Objektive Betrachtung

Komponenten - Versuchsstände sind eine praktische Angelegenheit. Voraussetzung für einen wirklichen Nutzen sind jedoch ein flexibler Aufbau und optimale Fixierungsmöglichkeiten.

11. Februar 2007

Wie überall ist es auch in der Bildverarbeitung gut, vorher zu wissen, wie eine Lösung in der industriellen Realität funktionieren wird. Flexibilität und einfache Evaluierung von verschiedenen Aufnahmegeometrien sind die Vorraussetzung, um diverse Anwendungen optimal bearbeiten zu können. Am Lehrstuhl für Bildverarbeitung der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen ist zu diesem Zweck ein Aufnahmestand für Versuchsanordnungen in der Bildverarbeitung gebaut worden. Das Grundgerüst der Konstruktion bilden Elemente aus dem MB-Systembaukasten von Item Industrietechnik, Solingen. Der Aufnahmestand lässt sich mit wenigen Handgriffen auf die jeweilige Anwendung anpassen und konfigurieren, zum Beispiel im Bereich der Qualitätskontrolle. Der Versuchsaufbau umfasst ein komplettes Aufnahmesystem, von der Beleuchtung mit mehreren Halogenscheinwerfern bis hin zur Kamerahalterung. Zusammengesetzt ist diese Halterung aus Profilen der Baureihe 8, im konkreten Fall kommt die Profilgröße »40x40 leicht« zum Einsatz. Die Kamera ist im Aufnahmestand höhenverstellbar. Der Anwender muss lediglich zwei Hebel zusammendrücken und kann die Kamera auf diese Weise schnell und einfach justieren.

Optimale Beleuchtung

Im Stand befinden sich Halogenleuchten, die im Gegensatz zu den sonst in üblichen Leuchtstoffröhren eine bessere Farbreproduktion aufweisen. Sie lassen sich dank des flexiblen Item-Konzepts in einer zweidimensionalen Ebene frei positionieren und leicht befestigen. Die Leuchten werden so angeordnet, dass sie eine möglichst homogene Ausleuchtung erzielen. Diese lässt sich während des Versuchs mit Diffusormaterial regulieren, nicht ausgeglichene Helligkeitsverläufe zudem nachträglich mit einer speziell entwickelten Software korrigieren. Als Kamera kommt eine 1.3 Megapixel 1-Chip Industriekamera mit C-Mount Objektiv zum Einsatz oder wahlweise auch eine Multispektralkamera, die Aufnahmen mit einer wesentlich höheren Farbtreue erzeugt als übliche RGB-Kameras. Der IEEE-1394-Anschluss der Kameras ermöglicht einen schnellen Transfer der Bilder zum PC sowie die volle Kontrolle über die Kameraeinstellungen. Die Multispektralkamera zeichnet insgesamt sieben Spektralkanäle einzeln und in voller Auflösung auf. Hierbei entfällt die in normalen Digitalkameras gängige Interpolation, die die Bildinformation verfälschen kann. Sie simuliert zudem realistische Simulationen verschiedener Beleuchtungsquellen wie Tageslicht oder Halogenlicht. Das Gerät erfasst metamere Farben, also Farben, deren Spektren sich unterscheiden, deren Farbeindruck jedoch gleich ist.

www.item.info

FaktenItem Industrietechnik GmbH

- Gründungsjahr: 1974

- Hauptsitz: Solingen

- Weitere Standorte: Ulm, Freiburg, Nossen, München, Hamburg

- 35 internationale Vertretungen

- Mitarbeiter: weltweit mehr als 1.000

- Produkte: Systembaukasten MB, 1984 eingeführt. Systembaukasten RS, reddot design award 2004. Profilbaureihe 8.

Erschienen in Ausgabe: 01/2007