Neubau für EC-Fertigung

Der Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg hat seine Fertigungsbreite erhöht und seine Produktion in Richtung Industrie 4.0 weiter entwickelt. 28 Millionen Euro kosten der Neubau im Gewerbepark Hohenlohe und der Einstieg in die eigene Kunststoffproduktion.

26. Juli 2018
Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl (von links), Gesellschafter Dennis Ziehl, Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Ziehl präsentieren die Cpro-Radialventilatoren aus dem Spezialkunststoff ZAmid. © Ziehl-Abegg / Ufuk Arslan
Bild 1: Neubau für EC-Fertigung (Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl (von links), Gesellschafter Dennis Ziehl, Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Ziehl präsentieren die Cpro-Radialventilatoren aus dem Spezialkunststoff ZAmid. © Ziehl-Abegg / Ufuk Arslan)

Bei der Herstellung von Ventilatoren aus speziellem Kunststoff setzt das Unternehmen auf eine neuartige integrierte Qualitätssicherung, so dass die Fehlerquote gegen null geht. Die Entwickler bei Ziehl-Abegg verwirklichen bei den Ventilatoren immer stärker bionische Ansätze, um die Aerodynamik zu verbessern. Allerdings ist es eine große Herausforderung, diese optimierten Formen in der Serienproduktion umzusetzen.

 

„Wir haben so komplexe Spritzgusstechnik im Einsatz, dass alleine die Kosten für ein einzelnes Werkzeug eine halbe Million Euro betragen“, erklärt Peter Fenkl, der Vorstandsvorsitzende der Ziehl-Abegg SE. „Der Einstieg in die Kunststofftechnik bringt vor allem unseren Kunden Vorteile“, sagt Fenkl. Denn nun produziert Ziehl-Abegg selbst Ventilatoren aus Aluminium ebenso wie aus Stahl und aus Kunststoff.

 

„Wir haben die Wertschöpfung ins Haus geholt“, sagt der Firmenchef über die neue Ära. Dadurch kann jeder Ingenieur nach objektiven Kriterien entscheiden, welcher Werkstoff derjenige ist, der sich am besten für die Kundenanwendung eignet. Fenkl: „Wir haben jetzt inhouse alle drei Technologien verfügbar. Das unterscheidet uns von den Wettbewerbern.“

 

Mit einer Investitionssumme von fünf Millionen Euro für Maschinen und Werkzeuge sind bisher sechs neue Arbeitsplätze im Bereich der Kunststoffproduktion geschaffen worden. Insgesamt ist die Mitarbeiterzahl bei Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe von 480 auf 770 Menschen gestiegen.

 

Der große Anstieg an Mitarbeitern resultiert aus der Produktion von energiesparenden Ventilatoren: Diese wurde vom Werk an der Würzburger Straße in Künzelsau in den Neubau im Gewerbepark verlagert. Dort ist die Fläche für die Herstellung dieser so genannten EC-Produkte auf 9.000 Quadratmeter gestiegen. Der Ausstoß der EC-Ventilatoren ist verdoppelt worden. Obwohl der Automatisierungsgrad deutlich erhöht worden ist, werden durch den Umsatzzuwachs mehr Menschen in der Produktion beschäftigt.