»Nachhaltigkeit ist gefragt«

Die Automatisierungstechnologie ist die Basis aller Aktivitäten der Kuka Roboter GmbH. Uns treibt die ständige Suche nach neuen Lösungen für neue Branchen. Für unsere Kunden ist Automatisierung made by Kuka Roboter ein entscheidender Schlüssel zu höherer Produktivität und mehr Wirtschaftlichkeit. Sie fördert die Produktqualität, reduziert kostenintensiven Materialeinsatz und vermindert den Einsatz knapper Energieressourcen.

31. Mai 2006

Schon heute bieten wir intelligente Hightech-Lösungen für nahezu alle Branchen. Techno-logische Trends wie Roboter-Roboter- und Mensch-Maschine-Kooperation, Produktionsassistenten oder modulare, interaktive Robotergenerationen sichern den Zukunftsmarkt Automation und werden von uns maßgeblich beeinflusst.

Nachdem unser Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatzeinbruch verzeichnen musste - nicht zuletzt aufgrund der ausbleibenden Investitionen in der Automobilindustrie -, wurde ein Fünf-Punkte-Plan vorgestellt, um die Kuka Roboter GmbH wieder zu konsolidieren. Noch befindet sich das Unternehmen mitten in einem Prozess intensiver Restrukturierung.

Wir positionieren uns heute noch deutlicher im Bereich General Industry. Und die Entwicklung in diesem Jahr zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Bereits im ersten Quartal 2006 haben wir wieder ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Die Chancen für eine gute Zukunft sind ausgezeichnet, denn die Nutzung von Robotern steht in den Anfängen. Erst geschätzte 15 Prozent möglicher Anwendungen sind bislang realisiert.

Das heißt aber auch: konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Technologien. Die Kunden suchen nach Lösungen, nicht nach einzelnen Produkten. Danach müssen sich alle Anbieter richten.

Doch wie sehen die Rahmenbedingungen aus? Europa ist zwar der zweitgrößte Robotermarkt weltweit. Die größten Zuwachsraten aber sind in den asiatischen Wachstumsmärkten zu erwarten. Aus Asien droht den deutschen Roboterherstellern auch die größte Gefahr. Dort haben die Regierungen staatliche Förderprogramme aufgelegt, die beispielsweise in Korea mit einer Milliarde Euro ausgestattet sind. Und zu guter Letzt sind wir - wie die meisten anderen Hersteller auch - abhängig von japanischen Komponentenlieferanten, beispielsweise bei Getrieben.

Deswegen ist Nachhaltigkeit gefragt, seitens der Politik ebenso wie von der Wirtschaft, um langfristig erfolgreich zu bleiben und den Standort Deutschland zu sichern.

Für uns heißt Nachhaltigkeit: Die Unternehmen müssen mit ihrer Produktion in Deutschland bleiben, sie müssen mehr Produktivität erzielen und neue Produkte entwickeln können. Dazu müssen bestehende Netzwerke gefördert, neue entwickelt und auch Forschungsinstitute wie etwa das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt langfristig finanziell gesichert werden. Die Wissenschaft muss sich noch mehr an den tatsächlichen Bedürfnissen der Wirtschaft ausrichten. Daraus entwickeln sich Spin offs, die neue Arbeitsplätze schaffen und eine Dynamik entwickeln. Und die daraus erwirtschaftete Rendite muss uns allen zugute kommen.

Erschienen in Ausgabe: 03/2006