Mit Tory die Mode im Blick

Die Adler Modemärkte planen, den von Metralabs entwickelten RFID-Serviceroboters Tory 2019 in 40 Modemärkten einzusetzen und weiter auszurollen. Tory ermöglicht eine automatisierte Bestandsaufnahme der Waren.

18. März 2019
Mit Tory die Mode im Blick
Die Adler Modemärkte planen, den von Metralabs entwickelten RFID-Serviceroboters Tory 2019 in 40 Modemärkten einzusetzen und weiter auszurollen. Tory ermöglicht eine automatisierte Bestandsaufnahme der Waren. (Bild: MetraLabs GmbH)

Adler geht von einer durchschnittlichen Nutzung des Roboters von fünf bis sieben Jahren aus, wie Metralabs weiter mitteilt. Die Kosten für die Einführung würden durch die deutliche Reduzierung der manuellen Tätigkeiten ausgeglichen.

Beispielsweise übernimmt der Roboter Inventuraufgaben, sodass komplett auf die Stichtagsinventur durch einen externen Dienstleiter verzichtet werden könne. Der Return on Investment (ROI) werde entsprechend bereits nach 1,5 Jahren erreicht.

Das Unternehmen hatte bereits Anfang 2014 mit der flächenweiten Einführung der RFID-Technologie die Voraussetzungen für den Einsatz von Tory geschaffen. Nach der im Jahr 2015 begonnenen Pilotphase plant es nun, ihn dauerhaft einzusetzen.

„Nach einer ersten Testphase hat Tory in den letzten drei Jahren in fünf Adler Modemärkten seine Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit unter Beweis gestellt“, so Carmine Petraglia, Chief Commercial Officer der Adler Modemärkte AG.

Der Serviceroboter wird im Zeitraum April 2019 bis August 2019 in 40 Adler Modemärkten ausgerollt. Danach sollen alle baulich geeigneten Märkte mit dem Roboter ausgestattet werden.

Für die Kunden des Unternehmens besteht der größte Nutzen in der besseren Warenverfügbarkeit, wie Metralabs ausführt: Durch die höhere Transparenz der Warenbewegungen lassen sich Kundenbedürfnisse besser ableiten, was zukünftig stärker in der Allokation berücksichtigt werden kann.

Tory startet nach Ladenschluss die Bestandsaufnahme, indem er sich selbstständig durch die Verkaufsfläche bewegt und auf seinem Weg die RFID-Tags der Waren scannt. Er erfasst so die Anzahl und die genaue Position der Produkte, sodass Fehlbestände täglich erkannt und Nachbestellungen ausgelöst werden können.

Mit Hilfe der Navigationssoftware von Metralabs orientiert sich der Roboter an bestehenden Regalen und Wänden und weicht Hindernissen aus. Er erreicht laut dem Unternehmen eine Erfassungsrate von 99 Prozent. Nach Abschluss der Bestandserfassung kehrt Tory selbstständig auf seine Ladestation zurück.

Als Entwickler hat sich Metralabs eigenen Angaben zufolge das Ziel gesetzt, Serviceroboter im Einzelhandel zu etablieren, um die Warenverfügbarkeit zu erhöhen, Einkaufserlebnisse zu schaffen und Arbeitsprozesse angenehmer zu gestalten. Bereits in Tests befindliche zukünftige Funktionen sind die bildbasierte Regallückenerkennung und der Planogrammcheck im Lebensmitteleinzelhandel sowie der Warentransport.

Schlagworte