Mit Spannung erwartet

Ein vollautomatischer Hochstromprüfstand ergänzt das neue ODU Technology Test Center T2C, das seit Beginn des Jahres erfolgreich im Einsatz ist.

05. November 2014

Ab sofort erweitert ein vollautomatischer Hochstromprüfstand das neue ODU Prüflabor. Standen bisher Netzteile mit 800 Ampere zur Verfügung, erzeugt die neue Anlage elektrische Ströme von bis zu 2.400 Ampere mit einer maximalen Spannung von 15 Volt und einer elektrischen Leistung von bis zu 36 Kilowatt. Das neue Gerät komplettiert das ODU Technology Test Center T2C, das seit Beginn des Jahres erfolgreich im Einsatz ist und die Entwicklung, das Prüfwesen und die Simulation inhouse noch besser vernetzt.

Als Spezialist für elektrische Verbindungstechnik überzeugt das Unternehmen aus Mühldorf seit mehr als 70 Jahren mit seinen maßgeschneiderten Steckverbindungen.

Applikationsspezifische Lösungen benötigen natürlich besondere Messverfahren und Prüfmöglichkeiten, die über den Standard hinausgehen. Denn diese müssen extremen Einflüssen standhalten, beispielsweise dem Druck in 1.000 Meter Meerestiefe. So stehen im ODU T2C neben der Hochspannungsprüfung beispielsweise eine Helium-Leckprüfung, eine 100-bar-Druckprüfung, Korrosionsprüfungen sowie selbst konstruierte, spezielle Messaufbauten bereit. „Da wir alle relevanten Prüfmöglichkeiten und Fertigungstechnologien unter einem Dach vereinen, können wir unseren Kunden eine schnelle Rückmeldung geben, ob und in welcher Form ihr gewünschtes Produkt umsetzbar ist“, erklärt Dr. Georg Staperfeld, Leiter Entwicklung und Technologie. „Auf diese Weise reduzieren wir Entwicklungsschleifen spürbar, verkürzen den zeitlichen Auf¬wand und senken die Kosten.“

Neben Freigabeprüfungen, der Ermittlung von Materialwerten und der Unterstützung der FEM-Simulation (Finite-Elemente-Methode) führt das T2C unter anderem elektrische und mechanische Tests sowie Umweltprüfungen durch. Mit dem neuen Hochstromprüfstand lässt sich die Prüfung der Stromtragfähigkeit, eine entscheidende Kenngröße für Steckverbindungen, noch umfassender umsetzen. Dank der breit angelegten Testmöglichkeiten lassen sich auch mögliche physikalische Nebeneffekte messen sowie externe Einflüsse absichern und damit Störfaktoren minimieren. Für die mechanischen Tests steht im ODU T2C unter anderem ein eigens entwickeltes Prüfgerät zur Messung der Reibkorrosion zur Verfügung.

Die Kontrolle selbst der kleinsten Kräfte und elektrischen Widerstände während des Steckvorgangs sichert die hohen Steckzyklen der ODU Steckverbindungen ab, die mit dem ODU-MAC im Bereich der Mess- und Prüftechnik bei bis zu einer Million liegen. So entstehen Schritt für Schritt die Premiumsteckverbindungen der ODU-Gruppe, die in Küchengeräten über Lkw-Waagen bis hin zu U-Booten zum Einsatz kommen.