So beschäftigt sich das Unternehmen intensiv mit der intelligenten Datenverarbeitung und Analyse von Produktionsdaten in seinem neuen Werk in Haiger und zeigt dazu mit Oncite eine schlüsselfertige Lösung. Gemeinsam mit den Startups German Edge Cloud und IoTOS – jüngste Unternehmen der Friedhelm Loh Group – sowie mit Bosch Connected Industry hat Rittal dieses laut dem Anbieter erste echtzeitfähige und datensouveräne KI-Edge-Rechenzentrum entwickelt.

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Mit der Datensouveränität der „All-in-One“-Lösung haben produzierende Unternehmen volle Autonomie und Datenkontrolle und können erstmals Wertschöpfung aus ihren Produktionsdaten ziehen, ohne die Sicherheit der Daten oder die vollständige Hoheit über diese zu gefährden, wie das Unternehmen weiter mitteilt. Das skalierbare Edge Cloud-Rechenzentrum wird vor Ort in der Fabrik in Betrieb genommen (on premise). Es speichert und verarbeitet Maschinenmassendaten nahezu in Echtzeit und harmonisiert diese so, dass sie einer Intelligenz zugeführt werden können.

„Künftig werden wirtschaftliche Erfolge nur nachhaltig sein, wenn sie Schritt halten mit einer vollständigen digitalen Integration von Produkten, Prozessen und den Daten, die darin entstehen“, sagt Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rittal. „Selektiert und harmonisiert können Daten zukünftig nutzbar gemacht, dass heißt gezielt verarbeitet und über künstliche Intelligenz analysiert werden. Das Ergebnis: Effizientere Fertigungsabläufe, besserer Service und neue Geschäftsmodelle.“

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Eine Antwort auf die Frage, wie Gehäuse und Schaltschranksysteme bei der Digitalisierung helfen können, gibt das Unternehmen mit der neuen Kompakt- und Kleingehäuseserie AX und KX sowie dem Schaltschranksystem VX25. Die Gehäuse bringen digitales Rüstzeug mit und fügen sich in die digitale Wertschöpfungskette des Steuerungs- und Schaltanlagenbaus ein, so Rittal. Neben 3D-Daten und Konfigurationstools vereinfachen etwa QR-Codes auf allen zu bearbeitenden Flachteilen das Einbinden in den Produktions-Workflow.

Wie Prinzipien von Industrie 4.0 im Planungs-, Bestell- und Lieferprozess umgesetzt werden können, zeigt Rittal anhand seines neuen Werks in Haiger. Für die Kompakt- und Kleingehäuse AX und KX hat der Hersteller die gesamte Prozesskette „vom Kunden zum Kunden“ digitalisiert. Gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen Eplan präsentiert das Unternehmen außerdem, wie Hersteller von Steuerungs- und Schaltanlagen sukzessive eine datendurchgängige Wertschöpfungskette aufbauen können.

Zu den weiteren Produkt-Highlights zählt die Weiterentwicklung des SE 8 Einzelschranks mit Kompatibilität zum neuen VX25 Schaltschranksystem. Zu den Neuheiten im Bereich Automation Systems zählt die Wire Station WS 540, ein Verdrahtungstisch zur Konfektionierung und Verdrahtung im Schaltschrankbau.

Rittal auf der SPS: Halle 3C, Stand 430+431