Das Thema funktionale Sicherheit gewinnt im Maschinenbau immer mehr an Bedeutung, so der Hersteller. Die absoluten Längen- und Winkelmessgeräte von AMO besitzen deshalb jetzt eine Zertifizierung für die Integration in sicherheitsgerichtete Anwendungen.

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Damit sind die Geräte in den entsprechenden Ausführungen sowohl in Anwendungen bis PL d (Kategorie 3) als auch in Anwendungen bis SIL 2 (Safety Integrity Level) einsetzbar, wie das Unternehmen mitteilt. Maschinenbauer könnten somit alle Vorteile der seriellen Datenübertragung auch in diesen Sicherheitsapplikationen nutzen – wie die Kostenoptimierung, verschiedene Diagnosemöglichkeiten sowie die automatische Inbetriebnahme oder eine schnelle Positionswertbildung.

Das Sicherheitskonzept der Messgeräte basiert auf zwei voneinander unabhängigen, im Geber erzeugten Positionswerten und zusätzlichen Fehlerbits, die über eine sichere bidirektionale EnDat 2.2- oder eine Drive-CLiQ-Schnittstelle an einen sicheren Master übertragen werden.

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Der Master übernimmt verschiedene Überwachungsfunktionen, mit deren Hilfe Fehler im Messgerät oder in der Datenübertragung festgestellt werden können. Zu diesen Funktionen zählt unter anderem ein Vergleich der beiden übermittelten Positionswerte auf Plausibilität.

Im Anschluss an die Überprüfung der Werte stellt der Master die Daten für die sichere Steuerung bereit. Diese überwacht die Funktionalität des Messgeräts durch periodisch ausgelöste Tests. Da die sicherheitsrelevanten Informationen in so genannten Zusatzinformationen hinterlegt werden, können sie im Regelbetrieb der Messgeräte verarbeitet werden.

Neben einer sicheren Datenübertragung muss auch die sichere mechanische Anbindung des Messgerätes an die Maschine gewährleistet sein. Um den Maschinenbauern den Nachweis einer sicheren mechanischen Verbindung zu ersparen, hat das AMO für seine absoluten Längen- und Winkelmessgeräte einen mechanischen Fehlerausschluss entwickelt und über eine Baumusterprüfung bestätigen lassen.