Die Schweiz ist ein begrenzter Markt, die hier ansässigen Unternehmen daher stark exportorientiert. Nach Angaben der Swissmem führten die von ihr repräsentierten Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie, wozu auch 15 der Automatisierungsbranche gehören, in den ersten drei Quartalen 2008 Waren im Wert von knapp 61 Mrd. CHF aus. Das waren 5,8 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dennoch sei nicht verschwiegen, dass in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres der Auftragseingang um 12,7 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode gesunken ist; anteilig aus dem Ausland um 14,8 Prozent, aus dem Inland um 4,4 Prozent.

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Überdeutlich hat sich diese Entwicklung im dritten Quartal bemerkbar gemacht: In diesem lag der Exportumsatz zwar immer noch um fünf Prozent über dem des dritten Quartals 2007, der Auftragseingang insgesamt war allerdings um mehr als 20 Prozent rückläufig. Ganz signifikant schlagen dabei die ausgebliebenen Auslandsorders zu Buche: minus 23 Prozent. Der Auftragseingang aus dem Inland sank um etwas mehr als neun Prozent. Besonders trifft dies jene Maschinen- und Anlagenbauer, die sich jahrelang »monokulturell« als führende Ausrüster einer Branche, schlimmstenfalls eines Unternehmens, profiliert und selbstzufrieden in diesem Ruf gesonnt haben. Wenn der zu verteilende Auftrags-Kuchen kleiner wird, die Anzahl der Esser aber nicht, dann werden die Sitten rauer, mit denen jeder »sein« möglichst großes Stück zu bekommen versucht. Doch in dieser Situation beispielsweise einen Preiskampf zu führen, halte ich für unternehmerischen Selbstmord: Wenn die Konjunktur wieder anzieht, ist man nämlich gezwungen, seine Leistungen auf dem gleichen, niedrigen Niveau weiterhin anzubieten. Kleine und mittelständische Unternehmen, und diese dominieren die Schweizer Automatisierungsbranche, müssen sich etwas anderes einfallen lassen, um Aufträge zu generieren. Wir von Rodotec haben von Anfang an allergrößten Wert darauf gelegt, unseren Kunden ein fairer und in jeder Situation verlässlicher Partner zu sein, der ohne auf die Uhr zu schauen auch mal mehr tut, als im Pflichtenheft festgeschrieben ist. Das zahlt sich jetzt aus. Wir sind gut beschäftigt, wissen aber auch, dass das kein Ruhekissen sein kann.

Bekanntermaßen fressen nicht unbedingt die Großen die Kleinen, sondern eher die Schnellen die Langsamen. Also haben wir unseren Workflow einer eingehenden Betrachtung unterzogen, um Leerlaufzeiten auszumerzen. Und tatsächlich zeigt sich, dass wir, beginnend bei der Beratung über die Konzeption und Angebotserstellung bis hin zur Abnahme, Installation und dem Produktionsstart einer Montagelösung, eines Transfersystems oder auch einer Sondermaschine, schneller als unsere Wettbewerber sind. In direktem Zusammenhang damit steht ein weiterer Punkt: schneller Service. Ihn sicherzustellen, war für uns eine große Herausforderung. Aber für unsere Kunden machen wir, wie bereits gesagt, schon mal Unmögliches möglich.

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Angesichts der Entwicklung in der Automotive- Industrie ist anzunehmen, dass es in bestimmten Bereichen eine Marktbereinigung geben wird, die wiederum Chancen bietet.

Roger Viau, Geschäftsführer Rodotec AG