Kohlefaser – ein Werkstoff mit Zukunft

Versuchsreihen im igus-Testlabor ermitteln mit iglidur J260 den optimalen Werkstoff in Verbindung mit Wellen aus Carbon

25. Juli 2013
Tribo-Polymergleitlager und Kohlefaserwellen sind kein Widerspruch: Nach 2.560 Testkilometern steht mit iglidur J260 der bestgeeignete igus Gleitlagerwerkstoff für den Einsatz auf Kohlefaserwellen fest. (Quelle: igus GmbH)
Bild 1: Kohlefaser – ein Werkstoff mit Zukunft (Tribo-Polymergleitlager und Kohlefaserwellen sind kein Widerspruch: Nach 2.560 Testkilometern steht mit iglidur J260 der bestgeeignete igus Gleitlagerwerkstoff für den Einsatz auf Kohlefaserwellen fest. (Quelle: igus GmbH))

Mit Tribo-Polymeren und Carbon treffen zwei zukunftsträchtige Werkstoffe aufeinander, die in der Kombination geringes Gewicht und wenig Verschleiß versprechen. igus hat mit iglidur J260 jetzt den optimalen iglidur-Gleitlagerwerkstoff für den Einsatz auf Kohlefaserwellen ermittelt.

Auf dem Prüfstand traten zuvor 25 iglidur-Varianten gegeneinander an, um ihre Langlebigkeit bei linearer Kurzhubanwendung unter Beweis zu stellen.

Intensiv wurden über mehrere Monate Testläufe bei igus gefahren und ausgewertet. Da Kohlefaserwellen vergleichsweise neu auf dem Markt sind, sahen sich die Materialexperten der igus GmbH einem ergebnisoffenen Experiment gegenüber. Es zeigte sich dabei unter anderem, dass Werkstoffe, die mit Metallwellen perfekt harmonieren, bei Kohlefaserwellen nicht die erste Wahl sein müssen. Der eindeutige Testsieger auf dem Prüfstand in Hinblick auf Verschleiß, Abrieb und Antriebskraft war iglidur J260. Insgesamt absolvierte das Material über mehr als 200 Stunden Doppelhübe von 5 Millimetern Länge. Es harmoniert damit nicht nur optimal mit Kunststoff-, sondern auch mit Kohlefaserwellen und garantiert höchste Lebensdauer für das Gleitlager.

Überall dort, wo Massen bewegt werden, sucht man nach leichten und gleichzeitig stabilen Werkstoffen, die mit dem Gewicht auch Energie und damit letztlich Kosten sparen. Kohlefaserwellen weisen trotz ihrer Leichtigkeit eine extreme Biegefestigkeit auf. Sie können hohe Geschwindigkeiten und somit auch mehr Effizienz erreichen. Die Nachfrage der Industrie hat deshalb die aus Carbon gefertigte Kohlefaser zum Shootingstar unter den Wellenwerkstoffen gemacht. Auch für igus: Passend zu den iglidur Gleitlagern bietet das Unternehmen Kohlefaserwellen in verschiedenen Durchmessern bis 30 Millimeter ab Lager an.

Wellen aus Kohlefasern benötigen leistungsstarke und beanspruchbare Gleitlager. Der schmiermittel- und wartungsfreie Werkstoff iglidur J260 hat sich in den Tests als ideale Kombination empfohlen. Er weist ein exzellentes Verschleißverhalten auf und kann wegen seiner geringen Feuchtigkeitsaufnahme selbst bei nasser oder feuchter Umgebung eingesetzt werden. Mit Kohlefaserwellen als Gegenlaufpartner blieb der Abrieb minimal. Aufgrund dieser Qualitätseigenschaften konnte iglidur J260 den internen igus-Testvergleich für Gleitlagerwerkstoffe klar für sich entscheiden.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, konsequent in die Erforschung neuartiger Werkstoffe zu investieren und diese ausgiebig nicht nur in Standardkonstellationen zu testen. Die Testzyklen zeigen auf, welcher Werkstoff den speziellen Anforderungen im Einsatz gerecht wird. So sorgt die igus-Forschung am Ende buchstäblich für eine reibungslose Anwendung und Langlebigkeit der Produkte – ganz nach dem igus-Leitsatz „plastics for longer life“.