Kleiner Küchenhelfer

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven sind am ersten Tag der Hannover Messe auf dem Stand von Igus zu Besuch gewesen. Zu sehen war ein Service-Roboterarm, der künftig als Küchenhelfer zum Einsatz kommen könnte.

06. Mai 2019
Kleiner Küchenhelfer
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven besuchten am ersten Tag der Hannover Messe den Stand des motion plastics Spezialisten igus. Geschäftsführer Frank Blase zeigte wie Serviceroboter künftig den Alltag erleichtern. (Bild: Igus GmbH)

Der gezeigte Service-Roboterarm könnte demnächst auf Zuruf das Geschirr trocknen und den Tisch decken. „Wir möchten der Bundeskanzlerin auch nach Ihrer Amtszeit den Service erhalten, den sie im Kanzleramt hatte. Dadurch bekommt sie mehr Zeit für andere Dinge, zum Beispiel um politische oder wissenschaftliche Bücher zu schreiben“, meint Geschäftsführer Frank Blase mit einem Augenzwinkern.

„In ein bis zwei Jahren wird ein solcher Roboter serienreif und erschwinglich sein.“ Igus hat die Hannover Messe genutzt, um mit Kunden aus der Welt der Haushaltsgeräte ins Gespräch zu kommen. Die Servicerobotik sei ein wichtiges Zukunftsthema der Branche Motion plastics, so das Unternehmen.

Um die Roboter für jeden Haushalt bezahlbar zu machen, setzt das Unternehmen bei den Getrieben, Gelenken und Verbindungen auf Motion plastics Technologien. Im Kern sind das eigenentwickelte schmier- und wartungsfreie Hochleistungskunststoffe.

Motion plastics entwickeln sich dabei immer mehr zu High-Tech-Komponenten, so der Anbieter. Smart plastics nennt das Unternehmen Produkte, die sich selbst im Betrieb überwachen und den Kunden informieren, wie lange sie noch halten werden. Bereits vor dem Einsatz kann der Kunde per Online-Simulation die Lösung mit dem besten Preis-Lebensdauer-Verhältnis aussuchen.

Gemeinsam mit 16 weiteren Partnern aus der Industrie präsentieret Igus auf der Hannover Messe zudem als Weltpremiere die Plattform RBTX.com, die Anbieter und Anwender von Low-Cost-Robotik zusammenbringt. Anwender können sich online eine Automatisierungslösung zusammenstellen, die ihren Anforderungen und ihrem Budget entspricht.

Anbieter von Robotik-Komponenten erhalten die Möglichkeit, auf dem Marktplatz ihre Produkte an ein größeres Publikum zu vermarkten. Igus setzt eigenen Angaben zufolge auf die Dynamik der Roboter-Community bei der gemeinsamen Entwicklung von neuen Low-Cost-Konzepten. „Der Küchenroboter muss ja schließlich spätestens in zwei Jahren Dr. Merkels Haushalt schmeißen können“, so Frank Blase.

Das Video zum Besuch ist hier verfügbar: