Sick hat mit Fieldecho eine in dieser Art neuartige Lösung für die Steuerungsintegration von IO-Link-Geräten vorgestellt. Das Softwaretool ist in der Lage, alle IO-Link-Komponenten in einer Maschine automatisch zu erkennen und ihre Gerätebeschreibungen (IODD) selbstständig herunterzuladen.

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Über die grafische, Web-basierte Bedienoberflächen kann der Anwender dann die angeschlossenen IO-Link-Geräte unabhängig von Automatisierungssystemen, Feldbussen und IO-Link-Master-Modulen integrieren und über ihren gesamten Lebenszyklus parametrieren und überwachen.

Mit dem Softwaretool hat er per Browser oder HMI jederzeit vollen Zugriff auf alle IO-Link-Gerätedaten. Die Kommunikation erfolgt systemunabhängig – ist also über unterschiedliche SPSen, Feldbusse und IO-Link-Master möglich. Der Entwicklungsaufwand, um die Datenübertragung in der Steuerung einzurichten, ist gering. Es muss nur eine Zeile SPS-Code geschrieben werden, die den mit Fieldecho gelieferten, generischen Funktionsbaustein aufruft, um Lese- oder Schreibanfragen an die IO-Link-Geräte zu senden.

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Die IT-übliche Weise der Bereitstellung und Übertragung von IO-Link-Daten für Steuerungsaufgaben und Industrie 4.0-Applikationen ist ein weiteres, zentrales Merkmal des Tools. So kommuniziert die Software beim schreibenden und lesenden Datenzugriff mit der Maschinen-SPS über OPC UA oder TCP/IP. Die Nutzung dieser beiden Protokollstandards gewährleistet ein hohes Maß an Konnektivität und Zukunftssicherheit. Entsprechendes gilt auch für die REST API, die Fieldecho ebenfalls zur Verfügung stellt. Sie ermöglicht es, IO-Link-Gerätedaten im JSON-Format an ERP- und MES-Systeme sowie Cloud-basierte Dienste zu übertragen, um sie bei Industrie 4.0 zu nutzen.

Die IO-Link-Daten, die von dem Softwaretool per REST API in höhere IT-Ebenen übertragen werden, lassen sich dort auf dem Fieldecho-Dashboard darstellen. Hierzu verbindet es sich automatisch mit der Lösung und baut die Oberfläche anhand der ausgewählten und empfangenen Prozessdaten und Geräteparameter auf. Dies geschieht dynamisch und in Eigenregie –ohne Konfigurationsaufwand für den Anwender. Auch direkt in ERP-Systemen, MES-Umgebungen, proprietären Applikationen und cloudbasierten Services ermöglicht das Softwaretool so einen Überblick über den Zustand aller IO-Link-Geräte. Parallel dazu lädt das Dashboard die IO-Link-Daten auch in eine integrierte Datenbank. Applikationen und Dienste müssen die Daten für ihre Zwecke also nicht erneut über REST API abfragen, sondern können direkt auf die Datenbank zugreifen. Dies reduziert die Kommunikationslast am Feldbus und über IO-Link.