IO-Link auf der Erfolgsspur

Bis 2016 wollen 47 Prozent der Maschinenbauer IO-Link nutzen. Das bedeutet etwa eine Verdreifachung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts Quest TechnoMarketing.

21. Juli 2014

Das Unternehmen befragte dafür knapp 200 Firmen mit mehr als hundert Beschäftigten aus dem Maschinenbau. Diesen Trend bestätigt auch die IO-Link Firmengemeinschaft.

So gehören heute bereits 72 Firmen der Firmengemeinschaft an. Dabei verzeichnete die IO-Link Gemeinschaft vor allem im ersten Quartal dieses Jahres einen kräftigen Schub, begleitet von hohem internationalem Interesse auf der diesjährigen Hannover Messe.

Gründe sieht das Marktforschungsunternehmen vor allem in Kosteneinsparungen, die bis zu 30 Prozent ausmachen können. Die Anwender profitieren dabei von den Vorteilen der einfacheren Verdrahtung, der automatisierten Parametrierung und der erweiterten Diagnose. Insbesondere die Standardisierung der Interfaces und Kabel erleichtert die tägliche Arbeit erheblich. Zusätzliche Aspekte sind die integrierten Diagnosemechanismen, mit denen sich schneller die Ursache für eine Störung finden lässt, etwa bei der Verschmutzung eines Sensors. So äußerten sich mehr als 90 Prozent der Anwender in der Studie zufrieden mit den vier Nutzenaspekten „feldbusunabhängiger Anschluss“, „dreiadrige Standardleitung“, „mögliche zustandsbasierte Wartung“ und „reduziertes Schaltschrankvolumen“.

Weitere Gründe für die positive Resonanz der Anwender sieht die IO-Link-Firmengemeinschaft in der hohen Verfügbarkeit an Technologie. So haben inzwischen fast alle SPS-Hersteller die IO-Technologie in ihre Systeme implementiert. 14 Feldbussysteme unterstützen IO-Link und der Großteil der Sensor- und Aktuatorhersteller hat in seinen Komponenten IO-Link bereits integriert. Dabei setzt IO-Link auf Standards wie M12, M8 oder M5 Stecker und drei-adrige Kabel. Das bedeutet, dass quer durch alle Branchen (zum Beispiel in der Automobil- und Verpackungsbranche, in der Solarindustrie, aber auch in der Glasherstellung, bei der Produktion von Biogas und in der Holzindustrie) eine Anlage mit IO-Link verwirklicht werden kann.