Industrie 4.0-Lösung ausgezeichnet

Das Land Baden-Württemberg hat die Innovationsleistung des Safety-Spezialisten Hima gewürdigt. Das Unternehmen hat in einem Forschungsprojekt die sichere Steuerungstechnik eines fahrerlosen Transportsystems entwickelt.

21. Juni 2016

Karis Pro (Kleinskaliges Autonomes Redundantes Intralogistik System für die Produktion) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und wurde über die Arbeitsgemeinschaft Technologie im Intralogistik-Netzwerk Baden-Württemberg initiiert. Hima liefert für dieses Projekt ein flexibles, leistungsfähiges Sicherheitskonzept. Denn Sicherheit ist in der Industrie 4.0 eines der zentralen Themen – wenn mobile autonome Transportsysteme sich frei durch Fabriken bewegen und damit auch in der Nähe von Menschen operieren. Himas Safety-System-on-Chip HICore 1 überwacht bei Karis nicht nur die Geschwindigkeit der jeweiligen Transporteinheit. Als sichere Steuerung in jedem der vier Antriebsmotoren gewährleistet es darüber hinaus, dass Sicherheitsfunktionen wie STO (Safe Torque Off, sicher abgeschaltetes Drehmoment), SLS (Safely-Limited Speed, sicher begrenzte Geschwindigkeit) oder SBC (Safe Brake Control, sichere Bremsansteuerung) zuverlässig umgesetzt werden.

 

Das Grundprinzip von Karis Pro ist der Einsatz redundanter, baugleicher Einzelelemente, welche selbstständig navigieren und Ladungsträger transportieren. Darüber hinaus soll das System die Notwendigkeit der Anpassung aufgrund von Änderungen im Produktionssystem erkennen, Alternativen simulieren und sich selbst umbauen. Karis Pro vereint so die Vorteile von Wandlungsfähigkeit bei gleichzeitiger Kosteneffizienz.

 

Die Leistungen des Projekt-Konsortiums wurden nun vom Land Baden-Württemberg im Rahmen der Initiative „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ gewürdigt. Mit dem Wettbewerb sucht die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Expertenjury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0.