Industrie 4.0 in Xi´an

Bosch Rexroth hat Mitte März mit dem offiziellen Spatenstich mit dem Ausbau des Werkes in Xi’an in Westchina begonnen. Der Standort soll zu einem Vorzeigewerk für Industrie-4.0-Technologien werden.

15. April 2019
Industrie 4.0 in Xi´an
Symbolischer Spatenstich bei Bosch Rexroth in Xi‘an für den Werksausbau zur Fabrik der Zukunft. (Bild: Bosch Rexroth AG)

Dafür sieht der Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien rund 60 Millionen Euro vor. Mit dem Werksausbau verdoppelt Bosch Rexroth seine Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in Xi‘an. 300 neue Mitarbeiter sollen in den kommenden Jahren eingestellt werden und in einer modernen Produktionswelt vernetzte Lösungen für den asiatischen Fabrikautomationsmarkt fertigen.

Das Werk wird schrittweise ausgebaut und mit neuen Fertigungsverfahren digital aufgerüstet, Produktionsstart ist im ersten Quartal 2020. Ziel ist laut Unternehmen eine Produktion, die für hohe Flexibilität bei kurzen Durchlauf- und Lieferzeiten steht.

China fördert mit seinem Industrieentwicklungsprogramm „Made in China 2025“ die Automatisierung und Digitalisierung der Produktion. Damit bietet der Markt Potenzial für Lösungen für die vernetzte Industrie. Mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten in Xi’an setze man seine Vision von der Fabrik der Zukunft konsequent weiter um, teilt das Unternehmen mit.

Ausgestattet mit Industrie-4.0-Technologien bediene das Werk die lokalen Bedarfe künftig noch besser. „Damit entwickelt sich Xi‘an zum Zentrum der Fabrikautomation von Bosch Rexroth in Asien“, sagte Rolf Najork, Geschäftsführer von Robert Bosch und Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth, anlässlich des Spatenstichs.

In einem weiteren Schritt soll die nächste Mobilfunkgeneration 5G in der Produktion vor Ort eingeführt werden. Der neue Standard verzehnfacht die aktuell höchstmögliche Übertragungsrate im Mobilfunknetz auf mehr als zehn Gigabit pro Sekunde.

Bereits heute sind zahlreiche von Bosch Rexroth entwickelte Lösungen für die Fabrik der Zukunft nicht nur bei Kunden weltweit im Einsatz, sondern auch in den Werken der Bosch-Gruppe. In Xi‘an beispielsweise sorgen IoT-Gateways für die Datenübertragung von an den Maschinen angebrachten Sensoren in die Cloud.

Die interaktive Kommunikationsplattform ActiveCockpit verarbeitet Fertigungsdaten in Echtzeit und stellt sie Mitarbeitern direkt an der Produktionslinie zur Verfügung.

Neben Xi’an betreibt das Unternehmen in China zwei weitere Produktionsstätten in Peking und Wujin. Zudem eröffnete Bosch Rexroth Ende 2017 in Chengdu das erste Innovationscenter in China, das die Anwendungsmöglichkeiten von Industrie 4.0 in den Mittelpunkt stellt.